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Feuerwehr im Einsatz: Chemieunfall im Industriepark bei Griesheim.

Weylchem in Griesheim

Entwarnung nach Chemieunfall in Frankfurt

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Im Industriepark Griesheim läuft aus einem Lkw-Tank eine Chemikalie aus, es bilden sich Salzsäure-Dämpfe. Inzwischen ist die Chemikalie gebunden, die Straßensperrung aufgehoben.

Unfall im Industriepark in Frankfurt-Griesheim: Um 4 Uhr heute Morgen ist aus einem Lkw-Tank eine Chemikalie ausgetreten. Es kam zu „einem Stoffaustritt bei einem Tankbehälter“, teilte das betroffene Unternehmen Weylchem Griesheim mit. Die Feuerwehr berichtete auf ihrer Internetseite, es seien Salzsäure-Dämpfe ausgetreten.

Vier Stunden später meldete die Feuerwehr, der Stoffaustritt sei gestoppt. Die Lage beschrieb sie als stabil: „Die letzten Messungen waren negativ.“ Es seien keine Salzsäure-Dämpfe mehr festgestellt worden. Die Warnung für Griesheim und Nied werde daher aufgehoben.  

Chemieunfall in Frankfurt: Sirenen heulen am Morgen

Sirenen hatten in den frühen Morgenstunden in Griesheim und dem angrenzenden Stadtteil Nied die Anwohner aufgeschreckt. Wegen der Windrichtung waren nur diese beiden Stadtteile betroffen. Die Polizei bat die Anwohner, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Das sei üblich in solchen Fällen, erklärte ein Sprecher. 

Auch der Aufenthalt im Freien sollte vermieden, Lüftungs- und Klimageräte sollen abgeschaltet werden. Darüber hinaus bat die Feuerwehr, Radiogeräte einzuschalten. Auch die Frankfurter Rundschau wird Sie aktuell mit den neuesten Informationen versorgen.  

Chemieunfall in Frankfurt: Griesheim und Nied gesperrt

Die beiden Stadtteile waren in den Morgenstunden für den Verkehr gesperrt. Davon betroffen war neben dem Autoverkehr auch der öffentliche Nahverkehr. Die S-Bahn-Linien S1 und S2 fuhren die Haltestellen Griesheim und Nied nicht an. Die Linien wurden über die Mainzer Landstraße umgeleitet.

Auch die Busse der Linie 51 in Richtung Höchst nahmen eine Umleitung. Wagen der Linie 54 endeten an der Dürkheimer Straße, Busse der Linie 59 endeten an der Waldschulstraße.

Mittlerweile sind die Straßensperrungen aufgehoben, wie die Polizei auf Nachfrage der FR bekannt gab. Nach der Entwarnung dürfte es aber noch eine ganze Weile dauern, bis sich der Verkehr in dem betroffenen Gebiet wieder normalisiert.   

Die Straßensperrungen seien eine Routinemaßnahme, hatte ein Polizeisprecher am Morgen erklärt. Auf Twitter hatte die Feuerwehr eine Karte veröffentlicht, die den Bereich zeigte, der von der Warnung betroffen war (wir haben die Karte in diesem Artikel verwendet). 

Die Werksfeuerwehren Griesheim und Höchst sowie die Frankfurter Feuerwehr sind vor Ort. Die Einsatzkräfte versuchten, die Salzsäure-Dämpfe durch einen Wasserschleier zu binden. 

Bei der Chemikalie, die in dem Tank gelagert wurde, soll es sich um die  chemische Vorstufe eines Pflanzenschutzmittels gehandelt haben.  

Für die Anwohner hat der Industriepark Griesheim ein Bürgertelefon eingerichtet. Unter der Telefonnummer 069/3800 – 2600 oder 2700 können sich die Menschen aus der Umgebung informieren.  

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