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Der Eingang des Hotels am Tag des Verbrechens.

Doppelmord im Luxor

Aktenzeichen Luxor

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Der Doppelmord in dem Frankfurter Hotel Luxor wird Thema in der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ sein. Seit April sucht die Polizei nach zwei Männern, die mit hoher Wahrscheinlichkeit an der Tat beteiligt waren.

Mit Hilfe des Fernsehens hofft die Polizei, den Fall der tödlichen Messerstecherei vom 29. Dezember vergangenen Jahres im Hotel Luxor in der Allerheiligenstraße endlich aufzuklären. Die Tat wird Thema eines Filmbeitrags der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ sein, den das ZDF am Mittwoch, 16. Oktober, um 20.15 Uhr zeigt.

Sehr viel plastischer als auf der Webseite der Fernsehsendung kann man den Fall nicht schildern: „Es ist ein entsetzliches Bild, das sich den eintreffenden Polizeibeamten bietet. Überall klebt Blut an den Wänden, an der Zimmertür und im Flur des Hotels. Die Opfer: ein 37-jähriger und ein 20 Jahre alter Mann. Beide waren mit Messern tödlich verletzt worden. Die Kripo fahndet mit Hochdruck nach den Mördern und begibt sich dabei in die Unterwelt der Großstadt.“

Seit April dieses Jahres sucht die Polizei mit Hochdruck nach zwei Männern, „die mit hoher Wahrscheinlichkeit an der Tat beteiligt waren und sich bei der Tatausführung verletzt haben dürften“. Der Name des ersten Mannes ist unbekannt, sein Spitzname lautet „Crni“, er ist 1,75 bis 1,80 Meter groß, 30 bis 35 Jahre alt und hat eine sportlich-kräftige Figur. Der Name des zweiten Mannes lautet Aleksandar Knezevic, Spitzname „Laki“, 26 Jahre alt, 1,85 Meter groß, schlank, montenegrinischer Staatsangehöriger. Für Hinweise, die zur Ergreifung der mutmaßlichen Täter führen, hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro ausgelobt.

Bei den Opfern handelte es sich um die serbischen Staatsbürger Bojan R., 37 Jahre alt, aus der ostserbischen Stadt Bor und Marko J., 20 Jahre alt, aus der Belgrader Vorstadt Zemun – wie das Hotelpersonal damals angab, gut gekleidete und höfliche Leute. Nach der Messerattacke schleppte sich Marko J. noch verletzt aus dem vierten Obergeschoss bis in die Lobby, wo er zusammenbrach. Während R. seinen Verletzungen sofort erlegen war, starb J. wenig später im Krankenhaus.

Anfang des Jahres hatte die serbische Zeitung „Vesti“ spekuliert, die beiden Männer könnten mit einem montenegrinischen Drogenkartell in Konflikt geraten sein, weil sie versucht hätten, den Markt in Frankfurt zu erobern. Außerdem zitierte das Blatt den serbischstämmigen Offenbacher Nedeljko S., 64, der den beiden Männern zumindest im letzten Monat vor ihrem Tod ein Zimmer in der Frankfurter Nachbarstadt vermietet haben soll. Nach Angaben von „Vesti“ dienten die Hotelzimmer im Luxor als Basis für Drogengeschäfte. Dort sollen die beiden Männer auf Partner gewartet haben. Stattdessen seien dann aber ihre Mörder erschienen. Bewiesen ist das bislang nicht.

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