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Gedimmte Lampen: Polizei in Frankfurt sieht keinen Grund für verminderte Sicherheit

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Von: Florian Leclerc

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Die Polizei in Frankfurt sieht das Dimmen von Straßenlaternen kritisch. Das Gefühl von Sicherheit in der Bevölkerung könnte abnehmen.

Aus Sicht der Polizei in Frankfurt ist das Dimmen von Straßenlaternen nicht zu befürworten. „Der Einfluss von Beleuchtung hat auf Kriminalität im öffentlichen Raum einen wissenschaftlich nachgewiesenen, positiven Effekt“, sagte ein Sprecher auf Anfrage.

Durch die Reduzierung der Helligkeit könne das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger abnehmen. Beschwerden wegen reduzierter Straßenbeleuchtung und einem damit verbundenen gesunkenen Sicherheitsgefühl lägen der Polizei derzeit allerdings nicht vor.

In der Innenstadt leuchten die Straßenlaternen nach wie vor hell.
In der Innenstadt leuchten die Straßenlaternen nach wie vor hell: Monika Müller © Monika Müller

Polizei sieht keine Hinweise für verminderte Sicherheit in Frankfurt

Dass die Reduzierung der Helligkeit im öffentlichen Raum eine Zunahme von Kriminalität nach sich ziehe, kann die Polizei nicht erkennen. Dazu fände keine Erhebung statt, sagte der Sprecher. Auch habe die Entstehung von Kriminalität „multikausale“ Ursachen.

Für die Helligkeit im öffentlichen Raum seien die Kommunen zuständig, hielt der Sprecher fest. Der Bundesgesetzgeber habe mit Blick auf eine mögliche Ressourcenknappheit infolge des Kriegs in der Ukraine die „Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung über kurzfristig wirksame Maßnahmen“ erlassen. Die Verordnung mache Vorgaben zur Energieeinsparung. Die Polizei unterstütze Kommunen mit einer Energieberatung zum Beispiel bei der Umrüstung auf LED-Leuchten. Auch Frankfurt will künftig weitere Energiesparmaßnahmen umsetzen. Monika Müller

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