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Polizei Frankfurt sieht Erfolge im Bahnhofsviertel

  • Stefan Behr
    vonStefan Behr
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Seit einigen Wochen hat die Polizei Frankfurt ihre Präsenz im Bahnhofsviertel erhöht.  

Die Frankfurter Polizei ist überzeugt, mit einem vor zwei Wochen „angepassten Einsatzkonzept“ im Bahnhofsviertel „gute Erfolge“ erzielt zu haben. Die Lage im Kiez habe sich „nicht zuletzt durch das Auftreten des Coronavirus und der damit einhergehenden Beschränkungen verschlechtert“. Es gebe „neu entstandene Kriminalitätsbrennpunkte“. Die Polizei hat darum nach eigenen Angaben Präsenz und „Kontrolldruck“ erhöht.

Das Resultat: Seit Anfang dieses Monats sind 2800 Menschen kontrolliert worden. 39 wurden festgenommen, bei 19 ein laufender Haftbefehl vollstreckt, 39 erhielten einen Platzverweis. 466 Ordnungswidrigkeiten wurden geahndet, darunter allein 100 wegen öffentlichen Drogenkonsums. Zudem wurde intensiv gegen Verkehrssünder vorgegangen: 360 Verstöße wurden in diesem Zusammenhang notiert.

Laut Polizei nimmt auch die generell im Bahnhofsgebiet verbotene Straßenprostitution vehement zu. „Fast täglich konnte die Polizei zwischen zehn und 30 Frauen antreffen“, die sie zum Milieu zählt. Hier gab es 62 Kontrollen; 15 Ordnungswidrigkeits- und vier Strafverfahren wurden eingeleitet.

Das massive Auftreten in den vergangenen zwei Wochen „mündete in über 330 Anzeigen strafrechtlicher Sachverhalte, ein Großteil entfiel dabei neben Verstößen gegen das Ausländerrecht erwartungsgemäß auf den Handel und Besitz von Betäubungsmitteln“. Rund ein Kilo Marihuana, 80 Gramm Heroin sowie kleinere Mengen an Kokain und Crack wurden sichergestellt.  

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