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Eine Auszeit für Stadtkinder wie die sechsjährige Cheyenne.
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Eine Auszeit für Stadtkinder wie die sechsjährige Cheyenne.

Frankfurt-Nordend

Ein politisches Signal

  • Miriam Keilbach
    vonMiriam Keilbach
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Der Ortsbeirat 3 zeichnet den Abenteuerspielplatz Günthersburg für seine pädagogische Arbeit mit dem Stadtteilpreis aus - aber nicht nur deswegen. Das Gremium will auch deutlich machen, wie wichtig der Erlebnispark für den Stadtteil ist.

Der Abenteuerspielplatz Günthersburg ist mit dem Stadtteilpreis des Ortsbeirates 3 ausgezeichnet worden. Der Gründer und Vorsitzende Michael Paris nahm den Preis beim gestrigen Neujahrsempfang entgegen. Mit dem einstimmigen Votum will das Stadtteilgremium nicht nur die Arbeit des Abenteuerspielplatzes würdigen, sondern auch ein politisches Signal an die Stadt senden, dass der Spielplatz im Stadtteil benötigt wird. Vorläufige Planungen für das Innovationsquartier zwischen Wasser- und Günthersburgpark sehen Wohnungen an der heutigen Stelle des Spielplatzes vor, der dann weichen müsste.

Der Ortsbeirat kämpft für den Erhalt der Einrichtung. „Es ist ein politisches Signal, wir wollen verdeutlichen, dass uns der Spielplatz wichtig ist“, begründete Ortsvorsteherin Karin Guder (Grüne) die Entscheidung, „das Nordend braucht diesen Outdoor-Erlebnispark.“

Das Engagement des Abenteuerspielplatzes bezieht sich nicht nur auf die Arbeit am Gelände nordwestlich des Günthersburgparks. Inzwischen gibt es zahlreiche Veranstaltungen im Stadtteil, etwa Kinderflohmärkte oder das jährliche Martinsfeuer, zu dem rund 3000 Menschen kommen. „Es ist nicht so unumstritten, wie man vielleicht denkt“, sagt Paris. Immer wieder gebe es Ärger mit Anwohnern, „aber unsere Arbeit ist richtig, wichtig und auch notwendig.“

Paris sagt, er sei sich der Unterstützung des Ortsbeirates zwar immer sicher gewesen, die Auszeichnung zeige aber, dass die Einrichtung über alle Fraktionen hinweg anerkannt sei. „Es verdeutlicht, dass der Spielplatz im Stadtteil Bestand haben muss.“ Im Zuge der Planungen des Innovationsquartiers kündigte Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) an, dass der Spielplatz, der vor rund 25 Jahren am Günthersburgpark etabliert wurde, verlegt würde. Der neue Standort ist noch nicht bekannt.

In ihrer Laudatio würdigte Guder, dass der Verein Kindern im Stadtleben Räume zum Leben in ihrer Freizeit stellt. Der Spielplatz sei aus sozialen wie ökologischen Gründen wichtig, er sei „eine Oase für unser dicht besiedeltes Nordend“. 500 Euro Preisgeld erhält der Verein nun, als Unterstützung der pädagogischen Arbeit vor Ort.

Bereits im vergangenen Jahr war der Abenteuerspielplatz in der engeren Wahl für den Stadtteilpreis, dann wurde aber der langjährige Ortsvorsteher Jörg Harraschain ausgezeichnet. Auch deshalb war der Spielplatz nun an der Reihe. Zudem brachte sich der Leiter Reiner Falk bei den Planungen zur Auslagerungen der Merianschule ein. Die Merianschule zieht im Herbst für zwei Jahre in Container auf dem ehemaligen Betriebshof.

„Der Verein bringt sich im Stadtteil ein, hat ein Netzwerk und übernimmt die soziale Betreuung von Kindern am Nachmittag“, so Guder, „ich bin ein großer Fan dieses Projekts.“

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