Stadtentwicklung

Poker um Stadtteil

  • schließen

Planungsdezernent Mike Josef wehrt sich gegen die erhobenen Planlos-Vorwürfe.

Es finden Gespräche statt“: So umschreibt Frankfurts Planungsdezernent Mike Josef (SPD) den gegenwärtigen zähen Poker mit Hessens Wohnungsbauminister Tarek Al-Wazir (Grüne). Es geht darum, was vom umstrittenen neuen Stadtteil im Frankfurter Norden beidseits der A5 verwirklicht werden kann.

In dieser angespannten Lage verkündet Al-Wazir seine Idee vom „Großen Frankfurter Bogen“. Wohngebiete rund um Frankfurt und auf dessen Stadtgebiet, nicht weiter als 30 Minuten vom Frankfurter Hauptbahnhof entfernt. Was Wunder, dass Josef um eine höfliche Antwort ringt. „Ich begrüße es immer, wenn das Land die Region in die Pflicht nimmt.“ Die meisten Vorschläge des Ministers sieht der Stadtrat jedoch als „alten Wein in neuen Schläuchen“. Es handele sich um sattsam bekannte Projekte.

Al Wazir hatte den geplanten neuen Stadtteil im Frankfurter Norden als Beispiel dafür genannt, dass man „blindlings drauflosplant“. Das empfindet Josef, man kann es hören, als Tiefschlag. „Wir werden vielerorts ausgetrickst und man versucht, mit technischen Winkelzügen, an diesem neuen Stadtteil vorbeizukommen.“ In Wahrheit sei das neue Siedlungsgebiet keineswegs blindlings geplant: Es nutze bestehende S- und U-Bahnhöfe und die Strecke der künftigen Regionaltangente West.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare