Noch passiert alles am alten Standort des Studierendenhaus Bockenheim.
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Noch passiert alles am alten Standort des Studierendenhaus Bockenheim.

Frankfurt

Podium zum neuen Studierendenhaus der Frankfurter Goethe-Uni

  • Kathrin Rosendorff
    vonKathrin Rosendorff
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Die Zukunft des Studierendenhauses ist ein großes Streitthema zwischen dem Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta) und dem Präsidium der Frankfurter Goethe-Universität. Der Asta lädt die Öffentlichkeit für Donnerstagabend ein. Linken-Fraktionschefin Janine Wissler ist unter den Podiumsgästen. Das Präsidium selbst ist aber nicht fürs Podium eingeladen.

Immer noch ist die Zukunft des Studierendenhauses ein großes Streitthema zwischen dem Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta) und dem Präsidium der Frankfurter Goethe-Universität. Der Asta lädt nun für heute Abend zu einer öffentlichen Diskussion zur Zukunft des Studierendenhauses ein. Los geht es um 18.30 Uhr im Studierendenhaus, Festsaal, erster Stock, in der Mertonstraße 26–28.

Der Asta hatte bereits Ende November in einem offenen Brief einen „übereilten Baubeginn“ für das neue Studierendenhaus auf dem Campus Westend abgelehnt. Das Präsidium betonte, dass eine weitere Verzögerung des Baubeginns wegen der mittlerweile siebenstelligen Mehrkosten nicht mehr durch das Projektbudget gegenfinanziert werden könne und damit das Aus bedeuten würde. Deshalb strebe das Präsidium eine Realisierung des Projekts in alleiniger Verantwortung an. Zudem bedauere es die Entscheidung des Asta, bis zum Abschluss einer Klärung über mögliche nächtliche Nutzungseinschränkungen weiter das alte Studierendenhaus am Campus Bockenheim nutzen zu wollen.

In einem vorläufigen Rechtsschutzverfahren im Februar hatte das Verwaltungsgericht geurteilt, dass mit dem Bau des Studierendenhauses begonnen werden könne, aber nur, wenn zugleich „lärmintensive Nutzungen“ in der Zeit zwischen 22 Uhr und 6 Uhr untersagt würden. Anwohner hatten zuvor geklagt. Die Nutzungseinschränkungen gefährdeten laut Asta Fachschaften bis hin zum „Pupille-Kino“. Zur Podiumsdiskussion sei das Präsidium nicht eingeladen worden, teilte der Sprecher der Uni mit.

Das Präsidium setze sich gemeinsam mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst weiterhin intensiv dafür ein, dass dem Asta die zur Erfüllung seiner gesetzlichen Aufgaben erforderlichen Räume zur Verfügung gestellt würden. „Dass in Planungs- oder Bauprozessen auch die Einwände Dritter, in diesem Fall der Anwohner, gerichtlich überprüft werden, ist aus Sicht des Präsidiums dabei keine Einschränkung der, sondern gelebte Demokratie.“

Sprechen werden heute Abend unter anderem Linken-Fraktionschefin Janine Wissler, der Rechtsanwalt des Asta, Markus Künzel, Vertreter/-innen des Offenen Hauses der Kulturen, die Baukoordinatorin des Asta sowie Vertreter/-innen des Asta-Vorstands.

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