Oben die Klassenräume, unten die Pausenhalle, verbunden durch eine Treppe.

Berkersheim

Berkersheim: Neue Grundschule bietet Platz für mehr als 300 Schüler

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Grundschule zieht im Sommer um. In einen Neubau mit einem innovativen Lüftungskonzept, zwölf Klassenzimmern und viel Außenfläche.

Kathrin Krettek ist völlig aus dem Häuschen: „Ich kriege mich gar nicht mehr ein“, sagt die neue Leiterin der Berkersheimer Grundschule beim gestrigen Rundgang durch den Neubau, in den die Schule zum kommenden Schuljahr einziehen wird. Sie strahlt dabei über das ganze Gesicht. Denn sie, ihre Kollegen und die Schüler werden in eine große, moderne und innovative Schule ziehen.

Aus dem im Dezember seitens des Amtes für Bau und Immobilien versprochenen Einzugstermin im März – der schon eine Verzögerung zur ursprünglichen Eröffnung zu Jahresbeginn war – ist dann zwar doch nichts geworden. Aber statt Kritik überwiegt bei allen Beteiligten die Vorfreude.

Vorfreude auf eine Schule, die in zwölf Klassen Platz für bis zu 320 Schüler hat. Was für ein Fortschritt für die einst kleinste Schule Frankfurts, die an ihrem bisherigen Standort in der Berkersheimer Untergasse mit derzeit 156 Schülern an jede Kapazitätsgrenze gestoßen war.

„Deswegen war dieser Neubau auch so wichtig“, sagt Ortsvorsteher Robert Lange (CDU) bei dem Rundgang. Sein Parteifreund und Baudezernent Jan Schneider nickt zustimmend, schaut sich um und spricht von einer „wunderschönen Schule“. Die hat etwa 20 Millionen Euro gekostet.

Draußen stehen noch einige Arbeiten an.

Besonders angetan hat es dem Stadtrat die „wunderbare Treppe“, die in der Tat ein Blickfang im Eingangsbereich ist, mit ihrer Mischung aus Beton und Holz. Sie soll einerseits als Treppe dienen. Bei Veranstaltungen in der Pausenhalle, die sich dort befindet, soll sie aber auch einen anderen Zweck erfüllen: als Sitzgelegenheit für Zuschauer – oder als Bühne.

Im oberen Bereich des Gebäudes sind die Klassenräume angesiedelt. Über grün gestrichene Fußböden – „ein expliziter Wunsch der Schulgemeinde“, erklärt Projektleiterin Inge Peusquens – sind sie miteinander verbunden, immer unterbrochen von einem Gruppen- oder Differenzierungsraum.

Im unteren Geschoss befinden sich vor allem Lehrerzimmer und Verwaltungsräume. Aber nicht nur. Eine Besonderheit ist ein Raum, in dem die Kinder selbst kochen können. Das eigentliche Mittagessen wird aber in der Küche zubereitet. Gegessen wird dann in der Mensa, die auch als Veranstaltungssaal genutzt werden kann. Es gibt eine neu eröffnete Bücherei, ein Therapiezimmer sowie Fachräume für Musik und Kunst. Drei separate Außenanlagen stehen ebenfalls zur Verfügung, eine davon als Garten.

Besonders gespannt ist Baudezernent Schneider auf ein Pilotprojekt: Die Schule wird im südlichen Teil mechanisch ent- und belüftet. Im westlichen Bereich geschieht das auf natürlichem Wege. Der Vergleich beider Systeme soll „Erkenntnisse liefern, welches besser ist“.

Highlight – nicht nur für die Schule – ist die Turnhalle, mit Fußballtoren, Basketballkörben und Materialien zum Turnen. „Die kommt dem ganzen Stadtteil zu Gute“, freuen sich die Schulleiterin und der Ortsvorsteher. Bisher gibt es keine Turnhalle in Berkersheim.

Hauptnutzer aber werden natürlich die Schüler sein. Leiterin Kathrin Krettek, die erst seit dem 1. Februar im Amt ist, hat ein paar ihrer Stimmen für ihre Rede gesammelt. So sagte ein Schüler, dass er sich freue, „dass die neue Schule etwas neu ist“. Andere nutzten passendere Adjektive, sprachen von einer besseren, geräumigeren und schöneren Schule. Den Satz, den Krettek wohl ehesten unterschreiben wurde, trug sie auch vor: „Mir fehlen die Worte.“

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