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Derzeit besuchen rund 1400 Kinder die Schule.
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Derzeit besuchen rund 1400 Kinder die Schule.

Niederursel

Platz für mehr Kinder

Seit mehr als zehn Jahren gibt es die Europäische Schule in Niederursel. Ursprünglich wurde das Gebäude für 900 Kinder gebaut, inzwischen wird es von mehr als 1400 besucht. Die meisten der Eltern arbeiteten für europäische Institutionen in Frankfurt, etwa für die Europäische Zentralbank.

Von Ferdinand Sander

Während Politiker, Banker und Eltern noch Grußworten lauschen, dringt schon das Gepolter spielender Kinder an ihre Ohren. Der Erweiterungsbau der Europäischen Schule am Praunheimer Weg war so dringend gebraucht, dass Schüler einzogen, noch bevor Direktor Péter Friss den Neubau gestern eröffnet hat. Friss sprach von einem „lang ersehnten Tag“. Die Schülerzahlen seien stark gestiegen, das Gebäude nicht mitgewachsen.

Seit mehr als zehn Jahren gibt es die Europäische Schule in Niederursel. Die Verantwortung liegt beim Bundeministerium für Bildung. Ursprünglich wurde das Gebäude für 900 Kinder gebaut, inzwischen wird es von mehr als 1400 besucht. Die meisten der Eltern arbeiteten für europäische Institutionen in Frankfurt, etwa für die Europäische Zentralbank.

Lange sei von der Erweiterung gesprochen worden, sagte Yves Mersch vom Direktorium der EZB zur Eröffnung. Aber getan habe sich nichts. Deswegen hatte die EZB im vergangenen Jahr zwölf Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um die Schule auszubauen. Denn mit dem Neubau der EZB im Ostend und der neu geschaffenen Bankenaufsicht, kamen noch mehr Arbeitnehmer aus dem europäischen Ausland nach Frankfurt, die ihre Kinder an der Europäischen Schule anmeldeten.

Der Erweiterungsbau bietet den Schülern rund 3400 Quadratmeter mehr Platz. Genug für sieben erste Klassen und zehn Vorschulklassen. Wie der stellvertretender Direktor Heinz Fischböck sagt, werden im nächsten Jahr 450 Schüler im Neubau lernen.

Er ist aus fast 100 hölzernen Modulen zusammengebaut und drei Stockwerke hoch. Die Treppenhäuser sind knallig bunt, große Fenster lassen viel Licht herein. „Aber so schön das Gebäude auch ist – es ist nicht mehr als eine Übergangslösung“, sagt Tony Obisesan, Vorsitzender des Elternvereins. Schon im nächsten Schuljahr werden vermutlich 1600 Kinder die Schule besuchen. In den kommenden fünf bis zehn Jahren geht der Elternverein sogar von 2500 Schülern aus.

Bereits im vergangenen Jahr hätten keine neuen Kinder aufgenommen werden, hätte der Elternverein nicht Container aufstellen lassen, sagt Karl-Heinz Endres, Vize-Vorsitzender des Vereins. Dort habe man die Vorschulklassen einquartiert. Sie ziehen nun als erste in den Erweiterungsbau. Die Container werden indes weiter für die Nachmittagsbetreuung benutzt.

Endres ist überzeugt, dass die Schule keine Zukunft am Praunheimer Weg hat. Nach seinen Angaben ergab eine Machbarkeitsstudie des Bundes Ende vergangenen Jahres, dass die Schule 16 Stockwerke hoch sein müsste, um an ihrem jetzigen Standort den Bedarf decken zu können. Diese Studie sei nochmals überarbeitet worden. Die Details des Papiers habe man noch nicht studieren können. Vize-Direktor Fischböck ist sich trotzdem schon sicher: „Die Quintessenz wird sein, dass es an diesem Standort keine echte Lösung gibt.“

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