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Frankfurt prüft Bedarf für Gewerbehöfe

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Nach dem Münchner Vorbild soll in der Stadt mehr Platz für das Handwerk geschaffen werden.

Die Einrichtung sogenannter Handwerkerhöfe rückt näher. Die städtische Wirtschaftsförderung, die Handwerkskammer Frankfurt/Rhein-Main und die Industrie- und Handelskammer Frankfurt haben jetzt das Cima-Institut für Regionalwirtschaft mit einer Studie beauftragt, in deren Rahmen Frankfurter Handwerksbetriebe sowie kleinere Unternehmen des Dienstleistungsgewerbes und der verarbeitenden Gewerbes nach ihrer Standortzufriedenheit, Entwicklungsmöglichkeiten und ihrem Flächenbedarf befragt werden sollen.

Bei einem Handwerkerhof oder Gewerbehof handelt es sich um ein häufig mehrgeschossiges gemanagtes Gebäude in kundennahen Lagen, in dem kleine und mittlere Betriebe längerfristig Flächen anmieten können, die auch laute Arbeiten zulassen. Sie verfügen über Lastenaufzüge, die auch den Transport schwerer Maschinen und Geräte in obere Stockwerke ermöglichen.

Als Beispiel nennt die Wirtschaftsförderung die von der Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrumsgesellschaft betriebenen Höfe.

Stadt und Kammern halten die Schaffung solcher Höfe für eine Lösung, um den Flächenbedarf des Kleingewerbes gerade in den Stadtteilen zu stillen.

Auch weil die Konkurrenz um die knappen Flächen im Stadtgebiet wächst, Wohnen und Gewerbe immer näher zusammenrücken, wird es vielen Betrieben nach Worten der Wirtschaftsförderung häufig nahezu unmöglich gemacht, ihrer Tätigkeit an gewachsenen Stadtteilen uneingeschränkt nachzukommen oder dort sogar zu expandieren.

Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) forderte jüngst, Handwerkerhöfe müssten bei der Entwicklung neuer Wohngebiete vorgesehen werden. Er zeigte sich optimistisch, dass dies etwa am Rebstock, wo die städtische Wohnungsgesellschaft ABG ein neues Viertel entwickelt, auch geschehen wird.

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