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„Unattraktiv“ und „lieblos“ sei die Ecke an der Mainkur-/Freiligrathstraße, finden die meisten Anwohner. Sie wünschen sich dort einen attraktiven Platz mit Sitzbänken.

Bornheim

Ein Platz für die Freiligrathstraße

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Mehr Bäume und Grün: Bürger diskutieren mit Vertretern der Stadt und Wissenschaftlern, wie die Straße aufgewertet werden kann. 

Die Freiligrathstraße soll attraktiver werden. Darin waren sich am Dienstagabend alle einig, die sich zur Ideenbörse für die Straße getroffen haben. Die rund 50 Bürger diskutierten mit Vertretern der Stadtverwaltung, Wissenschaft und Planungspraxis verschiedene Vorschläge für den Abschnitt zwischen Wittelsbacher- und Saalburgallee. Vor allem die Themen Parkplätze und zusätzliche Bäume polarisierte.

Organisiert hatte die Veranstaltung Quartier Mobil, ein Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Kooperation mit der Goethe-Universität, der Technischen Universität Braunschweig, der Stadt Frankfurt und Planungsbüros. Seit Sommer 2018 werden Möglichkeiten der umweltfreundlicheren Mobilität, der Infrastruktur und Verkehrsentwicklung für drei Jahre erforscht – unter anderem in Bornheim (die FR berichtete).

„Wir müssen hier die Lebensqualität verbessern“, sagte eine Anwohnerin. Derzeit werde die Freiligrathstraße vor allem von parkenden Autos beherrscht. Bäume und Vorgärten fehlten. Viele Teilnehmer der Börse regten deshalb an, auf einige Parkplätze zu verzichten und dafür mehr Bügel für Fahrräder zu schaffen und Bäume zu pflanzen.

Große Zustimmung fand der Vorschlag aus dem Publikum, die Ecke Mainkur-/Freiligrathstraße mit Pflanzen und Sitzbänken zu einer Art Platz auszubauen. Obwohl es dort bereits einen Baum gibt und Rosensträucher, sei das Areal derzeit „unattraktiv“ und „lieblos“. Ein weiterer Platz könne entstehen, wenn die Fechenheimer Straße an der Freiligrathstraße geschlossen werde, so eine Idee. Die Straße, die so zur Sackgasse würde, sei kaum befahren.

Mehrere Bürger lehnten es ab, die Zahl der Stellplätze zu verringern. „Ich bin auf mein Auto angewiesen“, sagte ein Anwohner. Schon jetzt sei es schwierig, einen Parkplatz zu finden. Wichtig sei es daher, das Bewohnerparken auf die gesamte Straße auszuweiten. Zusätzliche Bäume würden die Wohnungen verschatten, sorgten sich mehrere. Mehr Grün könne etwa durch das Bepflanzen von Fassaden erreicht werden. Auch könnten die Hinterhöfe besser begrünt und für die Allgemeinheit geöffnet werden, lautete eine Idee.

Die Anregungen und Überlegungen sollen nun geprüft werden, welche sich tatsächlich umsetzen lassen, sagte Jens Wöbbeking vom Referat Mobilitäts- und Verkehrsplanung der Stadt. Daraus könne eine Planung entwickelt werden, die dann wieder der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll.

Zunächst wird die Nassauische Heimstätte in der Freiligrathstraße bauen. Auf dem Areal des umgezogenen Familienmarktes entsteht ab Spätsommer ein Wohnhaus für 54 Mietparteien. Zusätzlich ist eine inklusive Wohneinheit geplant. In dieser sollen sieben Bewohner mit Handicap zusammenwohnen. Träger des Projekts wird die Lebenshilfe. In einer Tiefgarage soll es 33 Stell- und drei Carsharing-Plätze geben.

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