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Am Mainufer in Höchst hat sich der Boden aufgetan.
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Am Mainufer in Höchst hat sich der Boden aufgetan.

Frankfurt-Höchst

Plan B fürs Höchster Schlossfest

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Die Spundwand am Mainufer in Höchst ist auf einer Länge von 450 Metern unterspült. Die Sanierung könnte Millionen kosten und lange dauern. Die Organisatoren fürchten daher um das Schlossfest. Es gilt, einen Plan B zu finden.

Baustellenzäune sperren seit Freitagmorgen das Mainufer ab, von der Batterie bis kurz vor die Leunabrücke. Auf 450 Metern kommen Radfahrer und Fußgängern nicht mehr durch. Auch einige Dutzend Parkplätze sperrt die Stadt ab dem 3. März. Der Uferweg ist nicht mehr sicher. Der Grund: Die Spundwand am Main ist unterspült. Die aus Baustahl gefassten Wände, Baujahr 1928, sollten mit einer Länge von 7,50 Meter eigentlich tief in der Mainsohle stecken. Nun hängen die Dielen an einigen Stellen nur noch im Wasser, ohne Kontakt zum Boden.

Schon seit Spätsommer 2014 sind Teile des Ufers verzäunt. Die Grünfläche war abgesackt, der Boden erodiert. Die Hafenbetriebe HFM untersuchten das Gebiet intensiv. Ein Sonar-Gerät, das erst nach einer langwierigen Ausschreibung zum Einsatz kommen durfte, fuhr die Hafenwand ab. Die aufwendige Untersuchung unter der Wasseroberfläche habe mehr als 100.000 Euro gekostet. Zuletzt beauftragte die Stadt einen Taucher. Der erschreckende Befund: „Die Spundwand ist unterspült“, sagte Hafendezernent Markus Frank (CDU) am Freitag.

Feier am anderen Ort

Ein Sanierungskonzept soll in vier Wochen stehen. Kurzfristig könnte die Spundwand befestigt werden. Sollte die Stahldiele komplett erneuert werden müssen, rechnet Frank mit Kosten in Millionenhöhe. Der Grund für den Wassereinbruch sei noch nicht eindeutig bestimmt. „Es muss an den Strömungen liegen“, mutmaßt Herbert Janicke, Geschäftsführer der Hafenbetriebe HFM. Das habe eine Peilung festgestellt. Ein besonders tiefer Krater reiche sogar drei Meter unter die Schutzwand. So dringe das Wasser leicht bis zum Kai und trage das Mainufer ab.

Die Sorge, dass das Höchster Schlossfest von Mitte Juni bis Mitte Juli ausfallen könnte, treibt den Organisator Thomas Meder, den Chef des Höchster Vereinsrings, um. „Realistisch betrachtet, braucht die Sanierung sicherlich einige Zeit.“ Er habe Zweifel, dass das Ufer bis zum Sommer wieder hergestellt sei. Schließlich müsse der Kai zum Fest Lasten von 25 Tonnen tragen.

Auch die Stadtverordneten Sieghard Pawlik, Arnold Weber (beide SPD) und Uwe Serke (CDU) kamen am Freitag an den Main, um zu erfahren, was der Hafendezernent vorhat. „Das jetzt eine Untersuchung läuft, ist gut“, sagt Pawlik. „Wenn es einer hinbekommt, dann der Frank“, sagt Serke.

Der so Belobigte verspricht: „Das Schlossfest soll eine Variante B bekommen.“ Falls die Sanierung nicht, wie er hofft, zum Sommer klappe, soll die Feier an einem anderen Ort in der Nähe steigen.

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