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Was sich rund um den Bunker am Glauburgplatz tut, haben die Anwohner genau im Blick.

Nordend

Pläne für den Glauburgbunker

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Der Investor informiert Anfang Juni darüber, wie es mit dem Glauburgbunker weiter geht.

Was wird aus dem Glauburgbunker an der Schwarzburg-/Ecke Lortzingstraße? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine Informationsveranstaltung, zu der der Investor Nachbarn für Mittwoch, 5. Juni, einlädt. Um 18.30 Uhr werden das geplante Projekt und der Bauablauf in den Räumen der Frankfurter Stiftung für Gehörlose und Schwerhörige an der Rothschildallee vom Projektteam und Ansprechpartnern der Baustellenkommunikation vorgestellt.

Geplant ist, den Bunker abzureißen, in dem von 1995 bis 2016 das Explora-Museum seinen Sitz hatte. Auf dem Grundstück möchte der Investor, der zuletzt namentlich nicht genannt werden wollte, ein Wohnhaus mit kultureller und gastronomischer Nutzung im Erdgeschoss errichten. 43 Wohnungen sowie eine Tiefgarage sind bislang vorgesehen; 30 Prozent des Wohnraums soll im geförderten Wohnungsbau errichtet werden.

Der Stadt liegt eine Bauvoranfrage vor, die das Planungsdezernat positiv bescheiden würde, teilte die Behörde vor kurzem mit. Auch gebe es einen Abbruchantrag. Anfrage und Abriss ruhen jedoch, da die Stadt derzeit mit dem Investor verhandelt. Hintergrund ist die bisherige Nutzung des Bunkers als Museum, die im Grundbuch vermerkt ist. Eine Streichung der Passage komme einer Wertsteigerung gleich, weshalb das Baudezernat über eine Ausgleichzahlung verhandele.

Seit dem Auszug des Museums beschäftigt der Hochbunker viele Menschen im Nordend. Nach dem Verkauf an einen Investor vor zwei Jahren gründete sich eine Bürgerinitiative, die den Abriss des Gebäudes verhindern möchte. Sie gehen davon aus, dass dort teure Luxuswohnungen entstehen. Zudem befürchtet die BI mehrere Jahre voller ohrenbetäubendem Baulärm, unter anderem durch Sprengungen. Sie fordert, stattdessen ein Stadtteilzentrum in dem Bunker zu realisieren. Um die Stadt zu einer Stellungnahme zu bewegen, hat sie eine Online-Petition gestartet. Bislang haben knapp 2820 Menschen unterschrieben, 4000 Stimmen sind nötig.

Die Infoveranstaltung beginnt am Mittwoch, 5. Juni, 18.30 bis 21 Uhr, in der Stiftung für Gehörlose und Schwerhörige, Rothschildallee 16a. Wer teilnehmen möchte, muss sich bis Montag, 3. Juni, telefonisch unter der Nummer 90 028 88 26, per E-Mail an info@baustelle-lortzingstrasse.de bei Michael Sahm vom Kommunikationsunternehmen BCC anmelden. Künftige

Infos zum Bunker sollen ab dem 5. Juni im Internet nachzulesen sein auf der Homepage www.baustelle-lortzingstrasse.de.

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