Nordend

Pläne für Fürstenbergerschule im Nordend

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Ortsbeirat 3fordert schnellstmöglich Lösung für Neubau und Erweiterung. 2020 läuft die Planungsphase an.

Wie soll der geplante Neubau der Fürstenbergerschule am Rand des Holzhausenparks einmal aussehen? Mit dieser Frage wird sich die Realschulgemeinde Anfang kommenden Jahres beschäftigen. Das Bildungsdezernat möchte über eine Ausschreibung ein externes Architekturbüro finden, das im ersten Quartal 2020 zusammen mit der Schulgemeinde in einer sogenannten Planungsphase Null die Anforderungen für das neue Gebäude entwickelt, sagt Jetta Lüdecke vom Bildungsdezernat auf Anfrage.

Derzeit teilt sich die Fürstenbergerschule das Gelände an der Eschersheimer Landstraße mit dem Elisabethen-Gymnasium. Der Neubau der Realschule soll auf dem Areal an der Hammanstraße am Holzhausenpark entstehen. Die Fläche hat das Gymnasium während seiner Sanierung als Außenstelle genutzt. Nach dem Umzug der Fürstenbergerschule in den Neubau steht der Altbau der Realschule der Elisabethenschule zu Verfügung (die FR berichtete). „Das wird eine deutliche Verbesserung für beide Schulen“, findet Lüdecke. Zum Zeitplan konnte sie nichts sagen. Der Planungsprozess sei „langwierig“.

Zum Beispiel soll mit der Fürstenbergerschulgemeinde erarbeitet werden, wie sie am neuen Standort ihr pädagogisches Profil unterbringen will und welche Räume benötigt werden.

Der ehemalige Rektor, Hans Werner Jorda, habe sich bereits viele Gedanken über den Neubau gemacht und verschiedene Schulen in anderen Städten angeschaut, berichtet Lüdecke. Die Erfahrungen könnten jetzt in die Überlegungen einfließen. Fest stehe, dass die bislang zweizügige Realschule künftig größer werde.

Die Elisabethenschule wird dagegen vorerst nicht erweitert. Dafür hatten sich Eltern und der Ortsbeirat 3 ausgesprochen. Erst wenn die Fürstenbergerschule ausgezogen und der Altbau saniert ist, könne das Gymnasium vergrößert werden, sagt Lüdecke.

Das hatte auch der Magistrat vor kurzem in einem Schreiben mitgeteilt und damit die gemeinsame Forderung von CDU, SPD und Grünen im Römer abgelehnt. Die Fraktionen hatten angeregt, das Gymnasium auf sechs Klassen pro Jahrgang zu erhöhen.

Die Verwaltung bestätigt zwar, dass es Bedarf für zusätzliche Gymnasialplätze gebe. Die Stadt habe jedoch bereits die Kapazität erhöht. So seien am Adorno-Gymnasium, in der Freiherr-vom-Stein-, Liebig- und Ziehenschule zusätzliche Klassen gebildet worden. Darüber hinaus plane die Kommune mittelfristig zwei neue, sechszügige Gymnasien – eines in der Bildungsregion Mitte-Nord und eines im Osten.

Die CDU im Ortsbeirat 3 fordert für die Fürstenberger Realschule und das Elisabethen-Gymnasium „schnellstmöglich“ eine konkrete Planung. In einem Antrag, über den das Gremium in seiner kommenden Sitzung am Donnerstag beraten wird, stellt die Fraktion mehrere Fragen. Sie will etwa wissen, welche Räume der Elisabethenschule für die Dauer bis zum Umzug der Fürstenbergerschule als Ersatz für die Container am Holzhausenpark zur Verfügung stehen.

Die CDU fragt, ob das Gymnasium künftig auf sechs Klassen pro Jahrgang erweitert werden kann. Die Elisabethenschule habe in diesem Jahr mehr als 50 Kinder ablehnen müssen, obwohl die Schulleitung seit Jahren erweitern will. Die Schule sei stark nachgefragt, da sie als einziges innerstädtisches Gymnasium Spanisch als erste Fremdsprache anbiete.

Der Ortsbeirat 3trifft sich am Donnerstag, 5. Dezember, 19.30 Uhr, im Gehörlosen- und Schwerhörigenzentrum, Rothschildallee 16 a. Dann werden auch Vertreter des Stadtplanungsamts zugegen sein und den Entwurf des Bebauungsplans „Wohnen am nördlichen Günthersburgpark“ für das Areal an der Dortelweiler Straße vorstellen.

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