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Pläne für neues Frankfurter Quartier gelobt

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Von: Thomas Stillbauer

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Östlich der A5 soll ein neuer Stadtteil entstehen, wünscht sich zumindest Planungsdezernent Mike Josef.
Östlich der A5 soll ein neuer Stadtteil entstehen, wünscht sich zumindest Planungsdezernent Mike Josef. Michael Schick © Michael Schick

Der Städtebaubeirat bezeichnet die Variante östlich der A5 als gute Grundlage. Das Gremium stellt aber auch Forderungen auf.

Der Frankfurter Städtebaubeirat (STBBR) äußert sich zustimmend zu den aktuellen Plänen für einen neuen Stadtteil im Nordwesten, östlich der Autobahn 5. „Der STBBR empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung eine möglichst baldige positive Entscheidung zum jetzt vorliegenden Stand der Planung“, heißt es in einer Mitteilung des Gremiums aus Architekten, Stadt- und Verkehrsplanern.

Der Zwischenbericht des Magistrats zur vorgesehenen Städtebaulichen Entwickungsmaßnahme biete zusammen mit einer aktualisierten Planungsvariante Ost „eine sehr gute Grundlage“. Das Projekt sei – neben der Nachverdichtung und mehr Wohnungsbau auch in der Region – „ein notwendiger Baustein einer nachhaltigen, sozial verantwortlichen und zukunftsgerichteten Stadtentwicklung“.

„Tragfähiger Kompromiss“

Nach Ansicht des Beirats ist die Beschränkung auf den Bereich östlich der A5 ein tragfähiges Kompromissangebot. Es entschärfe Zielkonflikte mit den Nachbarkommunen und der Regionalplanung, weil die umstrittene Erweiterung in den Steinbacher Osten entfalle. Das Instrument einer Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme biete die besten Voraussetzungen für geförderten und bezahlbaren Wohnungsbau sowie für die notwendige Infrastruktur: Schulen, Kindergärten, Freiflächen und öffentliche Räume.

Der Beirat mahnt, parallel zu den Formalitäten bereits die Planungsvariante Ost zu konkretisieren. Es gelte, die Leitvorstellungen eines innovativen, „zirkulären“ Quartiers und einer „ko-produktiven Landschaft“ an die Herausforderungen des Klimawandels, der Mobilitätswende und einer sozialen Stadt für alle anzupassen.

Im erwünschten „Stadtteil der Quartiere“ bedeute das: städtebauliche Dichte mit kurzen Wegen in die Stadtnatur, verknüpftes Wohnen und Arbeiten, Öffentlichen Nahverkehr „als Rückgrat der Erschließung“, ressourcenschonende Bauweisen und Materialien, Kreislaufsysteme für Energie- und Wasserversorgung und mehr Biodiversität.

Anspruch der Stadt müssten dabei „größtmögliche Innovation und Qualität“ sein, stellt der Städtebaubeirat fest, um „ein ausstrahlendes und beispielhaftes Modellprojekt für künftige Stadt- und Freiraumentwicklung in einem metropolitanen Kontext aufzuzeigen“. Für die kommenden Prozesse, etwa städtebauliche und landschaftsplanerische Wettbewerbe für Teilbereiche, bietet der Beirat seine Expertise und Zusammenarbeit an.

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