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Die 31 Stockwerke des Hochhauses Eurotheum in der Neuen Mainzer Straße werden komplett mit Abwärme von Servern beheizt.

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Pionier der hybriden Türme

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Im Eurotheum waren zeitweise auch Büros der EZB untergebracht.

Hybride Hochhäuser, also Türme mit unterschiedlichen Nutzungsarten, sind heutzutage ein starker städtebaulicher Trend. Wohnen und Arbeiten, aber auch Freizeit unter einem Dach: Dieses Konzept entspricht dem enger werdenden Raum, der immer größeren Verdichtung in den Großstädten.

Das Eurotheum im Bankenviertel von Frankfurt, auf dem Grundstück Neue Mainzer Straße 66-68, war bei seiner Fertigstellung vor zwanzig Jahren einer der ersten hybriden Türme überhaupt. Das Architekturbüro Novotny & Mähner in Offenbach hatte dieses neuartige Gebäude mit einer Höhe von 110 Metern entworfen.

Es vereinte Büros und möblierte Apartments, aber auch ein Hotel. Bis zum 21. Stockwerk reichen die Büros. Auf der 22. Etage befindet sich das Hotel Innside Frankfurt Eurotheum. Und darüber, vom 23. bis 29. Stock, sind die Apartments untergebracht, die Küchen haben und daher auch für dauerhaftes Wohnen geeignet sind.

Der erste große Mieter war die Europäische Zentralbank (EZB). Durch das rasche Wachstum der EZB reichte der Euro-Tower am Willy-Brandt-Platz damals bald nicht mehr für die Büros aus.

Die Zentralbank mietete deshalb zusätzlich das Eurotheum an. Diese Phase endete, als der EZB-Neubau im Frankfurter Ostend bezogen werden konnte.

Das Gebäude im früheren Eigentum der Commerzbank-Tochter CGI Commerz Grundbesitz Investmentgesellschaft wurde Ende 2018 an den Immobilienentwickler GEG veräußert. Das Viersternehotel wie auch die Apartments sind für einen vermögenden Kundenkreis gedacht. Es gibt raumhohe Fenster, die den Blick über die Frankfurter City bieten.

Das Büro der Architekten Fritz Novotny und Arthur Mähner, von dem der Entwurf für das Eurotheum stammt, gehörte mehrere Jahrzehnte lang zu den führenden Architektengemeinschaften in Deutschland. Die Männer, die beide aus dem damaligen Böhmen stammten, hatten sich 1950 zusammengetan und ihr erstes gemeinsames Unternehmen gegründet.

Von den beiden Architekten stammen in Frankfurt unter anderen noch die Bürotürme Trianon (Mainzer Landstraße 16) und Gallileo (Gallusanlage 7).

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