Verkehr in Frankfurt

Piktogramme auf Bus und Bahn

  • schließen

Piktogramme können behinderten Menschen signalisieren, welches Verkehrsmittel zum Beispiel für Elektroscooter ausgelegt ist.  

Bus und Bahn sollten mit Piktogrammen beklebt werden, damit Schwerbehinderte wissen, welche Bahn und welchen Bus sie nehmen können. Das fordert die FDP im Römer. Der Magistrat soll sich beim Rhein-Main-Verkehrsverbund für die Kennzeichnung zur Mitnahme von Elektroscootern einsetzen, sagte die FDP-Fraktionsvorsitzende Annette Rinn. Auch aus den Fahrplänen sollte dies ersichtlich sein.

Im Januar hatte ein Busfahrer auf der Linie 73 in der Nordweststadt einem Schwerbehinderten mit Elektroscooter die Mitnahme verweigert. Der 87-Jährige wollte mit seinem Elektroscooter in den Bus einsteigen, der Fahrer ließ das nicht zu. Die Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft Traffiq teilte daraufhin mit, dass nicht alle Busse oder Elektroscooter für die Mitnahme geeignet seien, der Fahrer habe nicht falsch gehandelt. Als Konsequenz kündigte Linek allerdings an, dass bis Ende März alle für die Mitnahme geeigneten Frankfurter Busse mit Piktogrammen beklebt würden.

Elektroscooter sind elektrische Rollstühle. Für sie besteht Beförderungspflicht, falls der Fahrer einen Schwerbehindertenausweis mit Merkzeichen „G" hat, die Fahrzeuge vier Räder haben, rückwärts in Bus und Bahn einfahren können, und sie mit Fahrer nicht schwerer als 300 Kilogramm sind.

„Die Kennzeichnung der Beförderungsmittel mit entsprechenden Piktogrammen ist eine einfache und kostengünstige Lösung“, sagte Rinn. Damit wüssten Fahrer und Fahrgäste Bescheid und es gebe Rechtssicherheit, welches Verkehrsmittel für Elektroscooter geeignet sei.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare