Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Ein Picknick aus Protest: „Occupy-Future“ vor der EZB.
+
Ein Picknick aus Protest: „Occupy-Future“ vor der EZB.

Occupy EZB

Ein Picknick als Ausdruck des Protests

  • Oliver Teutsch
    VonOliver Teutsch
    schließen

Occupy-Aktivisten picknicken auf der Wiese vor dem Gebäude der Europäischen Zentralbank - und läuten damit schon jetzt die neue Saison ein.

Occupy-Aktivisten picknicken auf der Wiese vor dem Gebäude der Europäischen Zentralbank - und läuten damit schon jetzt die neue Saison ein.

Passanten in Eile könnten das Häuflein Aktivisten vor der EZB glatt übersehen. Gut zwei Dutzend „Occupier“ haben sich am frühen Samstagnachmittag für ein „Protest-Picknick“ auf der Wiese vor den Währungshütern versammelt. „Das werden noch mehr“, verspricht Thomas, der die Veranstaltung angemeldet hat.

Der 53-Jährige ist zunächst mal froh, dass die Stadt die Veranstaltung überhaupt genehmigt hat. „Das ist nur ein Test, denn vor ein paar Wochen wäre es sicherlich noch ein Riesenproblem gewesen, die Veranstaltung hier überhaupt anzumelden“, glaubt Thomas und spielt damit auf die heiße Phase vor den Blockupy-Tagen Ende Mai an.

Groß beworben hat er die Veranstaltung unter dem Motto „Occupy-Future“ ohnehin nicht. „Ich wollte kein Aufsehen erregen, dann wäre es vielleicht verboten worden. Aber wenn ich ein solches Picknick das nächste Mal groß bewerbe, kann die Stadt es eigentlich nicht mehr verbieten, weil sie es ja diesmal auch genehmigt hat.“

Als Straßentheater angemeldet

Angemeldet hat Thomas die Veranstaltung sinnigerweise als Straßentheater. „Theoretisch könnten wir hier jetzt auch Zelte aufbauen. Dann führen wir halt auf, wie jemand zeltet“, sagt der 53-Jährige verschmitzt.

Michael hat tatsächlich ein kleines Zelt dabei. Es ist nicht viel größer als ein Schuhkarton. „Camp Oktober 2011 – August 2012“ steht auf dem kleinen Zelt. „Habe ich gefunden und wieder geflickt“, sagt Michael, der während der Occupy-Tage selbst acht Monate in dem Camp vor der EZB gelebt hat. Wie die meisten anderen Aktivisten auch, die sich heute eingefunden haben. Man kennt sich. Conny schneidet gerade eine „Occu-Pie“ an, einen Pudding-Kirsch-Kuchen. Dann trägt sie ihn rüber zu Thomas, der beherzt zugreift.

Am Donnerstag wollen viele der Aktivisten nach Aschaffenburg um „der Merkel ihren Auftritt ein bisschen zu versüßen“, wie Thomas sagt. Auf einem großen Banner steht „Blockupy 2014“. Thomas ist sich ganz sicher, dass es auch im kommenden Jahr eine Veranstaltung in Frankfurt geben wird: „Das werden sie nicht zu verhindern wissen.“      

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare