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So ein Becher erspart eine Menge Müll.  

Trinkgefässe

Pfandmarke statt Wegwerfbecher in Frankfurt

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Der FES-Service #MainBecher soll den Verbrauch von To-Go-Behältern in Frankfurt reduzieren.

Der Kaffee-To-Go auf dem morgendlichen Weg zur Arbeit ist für viele ein Muss. Statt einen Wegwerfbecher zu kaufen oder einen eigenen Kaffeebecher mitzunehmen, können Frankfurter seit kurzem auf das Pfandsystem #MainBecher zurückgreifen.

Hierzu kaufen Kunden einmalig eine Pfandmarke für drei Euro. Diese können sie in allen teilnehmenden Cafés, Tankstellen oder Geschäften gegen einen Mehrweg-Bio-Pfandbecher eintauschen. Nach dem Trinken kann man den Becher, in einem der Partnerbetriebe, wieder gegen eine Pfandmarke tauschen. Das System gibt es im gesamten Rhein-Main-Gebiet. Organisiert wird #MainBecher über die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH, kurz FES.

Das System gibt es seit knapp zwei Monaten. Letzte Woche wurde die #MainBecher-App veröffentlicht. Über die App können Nutzer herausfinden, wo in ihrer Nähe das nächste Café ist, dass bei #MainBecher mitmacht oder wo die nächste Verkaufsstelle für die Pfandmarken zu finden ist.

Das Café Naschmarkt am Dom ist seit ein paar Wochen Partner von #MainBecher. Sascha Sajovic, der in dem Café arbeitet, erzählt, dass das Pfandsystem zwar gut akzeptiert wurde, allerdings sei es nicht so, dass täglich Leute mit einer Pfandmarke vorbeikommen würden. „Ich glaube, das ist wie mit allen neuen Sachen, das muss erst mal angenommen werden und sich rumsprechen“, sagt der 25-jährige Sascha Sajovic.

Becher als Weihnachtsgeschenk

Birgit Denker kauft im FES Service Center, Liebfrauenberg 52, drei Pfandbecher. Auf Nachfrage der FR, was sie von dem System halte, schimpft sie erst über zu viel Müll und sagt dann: „Ich finde das ist eine super Sache, die Becher sehen ja auch gut aus.“

Die 63-Jährige hat in der Zeitung von #MainBecher gelesen, nachdem sie das Pfandsystem selbst ausprobiert hat, war sie so angetan, dass sie nun zu Weihnachten drei Becher verschenkt.

Astrid Brand, die im FES Service Center arbeitet, erzählt, dass die Pfandmarken und Becher gut verkauft würden.

Im Punctum, direkt in der Nähe des FES Service Centers, ist man noch etwas skeptischer, was das Pfandsystem angeht. In dem Café in der Informationsstelle der katholischen Kirche, sei die Nachfrage zu Beginn von #MainBecher zwar groß gewesen, mittlerweile sei das Interesse der Kunden allerdings etwas abgeflaut. „Wir finden die Idee gut und möchten den ökologischen Gedanken des Projekts unterstützen“, sagt Gemeindereferentin Gabriele Braun.

Das Pfandsystem der FES steckt noch in den Kinderschuhen und scheint noch eher wenig Aufmerksamkeit zu bekommen. Allerdings wirkt es so, als sei mit den Bechern aus biologischen Materialien, den dazugehörigen Pfandmarken und der App ein System geschaffen worden, welches auf lange Sicht zur Senkung von Einwegbechern beitragen kann.

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