+
Der Roller zum Teilen.

Roller-Sharing in Frankfurt

Roller mieten und teilen

  • schließen

Der Mietroller-Anbieter Scoo Mobility stellt in Frankfurt 15 Zweiräder auf. Geparkt wird wie mit privaten Fahrzeugen. Es ist der dritte Sharing-Standort des Unternehmens, das durchs Fernsehen bekannt wurde.

Weiße Sharing-Roller stehen neuerdings am Merianplatz oder dem Lokalbahnhof. Der Mietroller-Anbieter Scoo Mobility hat die Zweiräder von Piaggios (Vespa) und Peugeot (Tweet) Anfang Dezember aufgestellt. 15 Stück im Geschäftsgebiet. Das sich nicht mit dem ganzen Stadtgebiet deckt, erläutert der Geschäftsführer Magnus Schmidt. Die Roller stünden nur in der Innenstadt, Sachsenhausen-Nord, Bockenheim, Dornbusch, Eschersheim, Nordend, Bornheim.

„Wir warten zunächst einmal die Resonanz ab, bevor wir das Gebiet erweitern“, sagt Schmidt. Falls es gut laufe, sei fürs nächste Jahr auch geplant, weitere Roller anzuschaffen.

Mit dem Zweirad sei man im Stadtverkehr „schneller und flexibler“ unterwegs als mit dem Auto, sagt Schmidt. Dass das Teilen von Rollern den Verzicht aufs eigene Auto befördere, erkennt Schmidt nicht. Eher seien sie ein weiterer Baustein in der „multimodalen Verkehrskette“, könnten Privatwagen oder Car-Sharing-Auto, Fahrrad oder Leihrad, Bus, Bahn oder Taxi ergänzen. Die weißen Flitzer schlucken Superbenzin. Elektroroller biete das Unternehmen nicht an, weil deren Ökobilanz in der Herstellung die von Benzinern nicht übertreffe.

Es ist der dritte Standort des Unternehmens, das durchs Fernsehen bekannt wurde. In der Gründer-Sendung „Die Höhle der Löwen“ hatte das Start-up-Unternehmen um die Aufmerksamkeit von Investoren geworben. Die hätten sich nach dem TV-Auftritt auch gemeldet, so Schmidt. In den Standorten München und Köln gebe es mittlerweile 4200 Kunden. Für Frankfurt habe man sich entschieden, weil „die Community“ das eingefordert habe. Zuspruch habe es auf der Automobilausstellung IAA im Herbst gegeben.

Auf Kulanz seitens der Stadt hofft das Unternehmen, was das Abstellen der Fahrzeuge angeht. Die parken im öffentlichen Straßenraum, auf Gehwegen und Plätzen. So wie private Fahrräder und Roller auch. „Passanten behindern dürfen sie natürlich nicht“, meint Schmidt.

Auch Car-Sharing-Autos dürfen nicht im Halteverbot stehen. Der größte Anbieter in der Stadt ist Book-n-Drive, dessen Fahrzeuge auf angemieteten Flächen parken. Die „City-Flitzer“ des Unternehmens parken am Straßenrand. „Free floating“, frei verfügbar, heißt dieses Konzept. Weitere Car-Sharing-Anbieter sind Stadtmobil (stationsbasiert) und „Car2go“ (frei verfügbar). Der „Free-Floating-Anbieter“ Citeecar zog sich nur wenige Monate nach dem Start wieder aus dem Geschäft in der Stadt zurück.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare