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Peter Fischer drehte seinen Clip am Riederwald, in der Heimat der Eintracht.

#Cleanffm

Promis werben für ein sauberes Frankfurt

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Promis, darunter Eintracht-Präsident Peter Fischer, werben in Videoclips für die Frankfurter Kampagne #Cleanffm.

Eintracht-Präsident Peter Fischer tut es. Badesalz- und Rodgau-Monotones-Star Henni Nachtsheim tut es. Der Frankfurter Sportler des Jahres, Korash Kabir, tut es, Sängerin Namika („Lieblingsmensch“) wird es demnächst auch tun. Sie alle und noch viel mehr Promis aus der Stadt rufen in Videoclips dazu auf, Frankfurt sauber zu halten. Slogan: „Mehr Frankfurt“.

Und wenn diese berühmten Menschen es tun, werden es die anderen Frankfurter doch auch tun – das jedenfalls ist das Kalkül der Leute hinter der Sauberkeitskampagne #cleanffm. Im Frühjahr 2017 gestartet, soll die Aktion ein Umdenken bewirken, so will es Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne), so will es auch Jens Dietrich von der Agentur Site-works, mit der die Stadt bei #Cleanffm kooperiert. „Was mir gefällt, ist, dass Frankfurt eine grüne Stadt ist“, sagt Heilig. „Aber mich ärgert der Müll. Er nervt alle.“ Deshalb fragte die Stadträtin unter anderem Peter Fischer, ob er einen Videoclip beisteuern würde, in dem er an die Leute appelliert. „Er hat gesagt: Frau Heilig – sofort!“ Bei RTL war schon ein sogenanntes Making of von dem Filmchen zu sehen, das der Eintracht-Präsident drehte. Da benutzte er handfeste Begriffe wie „Schweine“ und forderte klipp und klar: „Nehmt euren Scheiß mit – ist das so schwer?“

Der fertige Clip, wie er seit Dienstagabend im Internet zu sehen ist, nimmt sich da ein wenig zurück. Keine Kraftausdrücke mehr, aber der Appell Fischers: „Wir wollen eine saubere Stadt.“

Kommende Woche soll Henni Nachtsheims Film folgen, der Frankfurt als „geile grüne Stadt“ lobt und verkündet: „Ich finde, dass eine saubere Stadt irgendwie cooler aussieht.“ Der Sport-Crack Kabir kommt mit den Worten: „Frankfurt ist mein Tor zur Welt.“ Er wolle sich dafür einsetzen, die Stadt sauberer zu machen.“ Angesprochen fühlen sollen sich die Leute in den sogenannten sozialen Netzwerken, über die sich die Filmchen verbreiten werden. Die Promis sind völlig ohne Gage oder Aufwandsentschädigung dabei – es wollten sogar mehr mitmachen, als er bisher aufnehmen konnte, sagt Dietrich.

Auf den Online-Kanälen von cleanffm.de und frankfurt.de sollen die Clips laufen, möglichst jede Woche ein neuer, mindestens zwölf bis Jahresende, so der Plan. Außerdem in den Arthouse- und E-Kinos und auf dem Videowürfel im Waldstadion. Finanziert wird die Aktion aus dem Topf der Kampagne, der drei Millionen Euro für drei Jahre enthält, und mit Hilfe von Sponsoren. „Normalos“ sollen übrigens auch eigene Clips beisteuern – Passanten auf der Straße, die dafür werben, verantwortlich mit dem öffentlichen Raum umzugehen. Die Agentur sei mit der Idee schon für zwei Preise nominiert, sagt Heilig.

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