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Peter Feldmann will die Entwicklung des neuen Stadtteils im Norden vorantreiben.

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Feldmann: Frankfurt ist auf Weg zu Millionenstadt

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Oberbürgermeister Peter Feldmann will den Wohnungsbau stärken und neue Baugebiete ausweisen.

Nachdem die Stadt am Montag erstmals mehr als 750 000 Einwohner zählte, sieht Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) Frankfurt auf dem Weg zur Millionenstadt. Es gelte nun, die seit 2002 stetig wachsende Stadt so zu gestalten, dass es nicht zu Verdrängungen kommt, sagte er am Donnerstag. Die größte Herausforderung sei, „dass Frankfurt eine Stadt für alle bleibt“.

Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Stadt nach Ansicht Feldmanns den Wohnungsbau „kraftvoll“ stärken und neue Baugebiete ausweisen. So müsse etwa die Entwicklung des großen Areals im Nordwesten der Stadt an der A5, die im Vordertaunus auf großen Widerstand trifft, vorangebracht werden. „Nur mit solchen Vorhaben können wir der Wohnungsnot wirkungsvoll begegnen“, sagt Feldmann. Es sei zwar gut, die Mieten zu dämpfen. Für die vielen Neubürgerinnen und Neubürger brauche Frankfurt aber mehr Wohnungen auf dem eigenen Stadtgebiet. Denn es sei klar: „Zurück wird es mit der Bevölkerungszahl nicht mehr gehen“.

Feldmann wirbt dafür, dass alle öffentlichen Unternehmen zur Hälfte geförderte Wohnungen bauen. Er hält es zudem für nötig, Grundstücke nach Konzept statt Höchstpreis zu vergeben und Spekulationsgewinne für den Bau von Schulen, Straßen, Bussen, Bahnen und Kitas abzuschöpfen. „Wir entscheiden heute, ob wir das Wachstum der Städte erleiden oder in den Zusammenhalt investieren“, sagt er. Das Wachstum müsse nachhaltig gestaltet werden. Es gelte etwa, Parks und das kulturelle Angebot auszubauen.

Alle Kinder, die am 18. Februar geboren wurden, will Feldmann mit ihren Eltern am 7. März im Römer empfangen.

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