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Im Niddapark: Die Läuferinnen und Läufer starten hochmotiviert.

Frankfurt-Ginnheim

Rund 360 beim Charity Walk & Run

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Der Frankfurter Benefizlauf im Niddapark lockte viele Teilnehmer - und das trotz Museumsuferfest. Rund 10.000 Euro werden gesammelt - sie kommen in diesem Jahr dem Verein für krebskranke Kinder und Humanity First Deutschland zugute.

Gut gelaunt und bei strahlendem Sonnenschein ging es am Wochenende für 358 Hobbyläufer an den Start zum zweiten Frankfurter Charity Walk & Run im Niddapark. Seit 2007 richtet der Jugendverband der Ahmadiyya Muslim Jamaat KdöR (AMJ) den Benefizlauf aus. In vierzehn Großstädten in Deutschland findet das Event für den guten Zweck bereits statt. Das Geld geht an lokale Einrichtungen und Projekte an den jeweiligen Austragungsorten.

Für die muslimische Glaubensgemeinde ist das soziale Engagement und die Einbringung in die Gesellschaft eine Grundvoraussetzung und Bestandteil der religiösen Werte. Rund 3 000 Mitglieder hat die Gemeinde in Frankfurt. Darunter sind knapp 560 männliche Jugendliche. Von der Logistik bis zu den Anmeldungen vor Ort richten in diesem Jahr 53 von ihnen den Lauf in Frankfurt ehrenamtlich aus. Damit das Geld, das durch die Teilnahmegebühren und die zusätzlichen Spenden zusammenkommt, komplett in die sozialen Projekte fließen kann, werden vorher Sponsoren für die Austragungskosten gesucht.

In diesem Jahr gehen die Einnahmen zu 80 Prozent an den Verein für krebskranke Kinder e.V. und zu 20 Prozent an Humanity First Deutschland e.V.. Naweed Ahmad vom AMJ ist von der großen Beteiligung in diesem Jahr begeistert. Trotz des Museumsuferfestes sei die Teilnehmerzahl besonders hoch. Das Miteinander stehe ebenso im Vordergrund wie der gute Zweck.

Fünf oder zehn Kilometer können die Teilnehmer durch Frankfurt walken oder joggen. Durch den Niddapark geht es über Praunheim und Bockenheim wieder zurück ans Ginnheimer Wäldchen. Jedem ist es dabei selbst überlassen, wie viel er zu den 15 Euro Startgebühren dazugibt. „Wir hatten sogar einen Teilnehmer, der 250 Euro für seinen Lauf gespendet hat“, berichtet Ahmad.

Sandra Gernhardt und Joachim Bernsdorff aus Bad Soden sind von der Aktion begeistert. „Ein guter Anstoß, sich mal wieder ein bisschen zum Laufen zu motivieren“, sagt Gernhardt.

Bei den Hobbyläufern sind auch einige Jugendliche der AMJ vertreten. Viele haben ohne zu laufen gespendet. „Dabei sein ist alles“, versichert Usama Ahmad von Humanity First, der sich erst einmal an die fünf Kilometer traut.

Rund 10 000 Euro konnten am Wochenende in Frankfurt gesammelt werden. Insgesamt wurden mit dem Charity Walk & Run seit 2007 somit über 140 000 Euro an soziale Projekte und Einrichtungen weitergegeben. Für so viel Engagement erhielt das Projekt im Rahmen des „Start Social“ Wettbewerbs bereits vor einigen Jahren eine Auszeichnung von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Für den Lauf in der Mainmetropole übernimmt Oberbürgermeister Peter Feldmann die Schirmherrschaft.

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