+
Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann.

AI

Feldmann will Institut für Künstliche Intelligenz

  • schließen

OB Peter Feldmann lädt Vertreter von Wissenschaft, Wirtschaft und Stiftung ein, um einen Verein für Künstliche Intelligenz (AI) zu schaffen.

Oberbürgermeister Peter Feldmann möchte in Frankfurt am Main „ein großes Institut für Künstliche Intelligenz“ gründen. Der Sozialdemokrat lud am Montag Vertreter von Wirtschaft, Wissenschaft und Stiftungen zur Gründung eines Vereins ein. Er soll diesen Anlaufpunkt zu allen Fragen rund um das Thema Künstliche Intelligenz schaffen, eben das AI Frankfurt (für Artificial Intelligence).

Feldmann berief sich auf den von der Bundesregierung Anfang Mai angekündigten „Aktionsplan Künstliche Intelligenz“ und sagte: „Wenn Sie so wollen, ist das jetzt der Impuls aus Frankfurt.“ Das künftige Institut für Künstliche Intelligenz soll laut OB „Brücken bauen zwischen Wissenschaft und Theorie sowie Wirtschaft und Praxis“.

Frankfurt müsse eine „vitale Umgebung für Forschung, Technologie und Unternehmertum“ bilden. Insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen werde das Institut einen Zugang zu modernster IT-Technologie verschaffen. Über einen solchen Zugang verfügten derzeit nur eine Handvoll Konzerne in Kalifornien und China mit entsprechenden Etats.

Feldmann zitierte das Magazin „Spiegel“, das von einer „Privatisierung der Intelligenz“ spreche. „Dem gilt es etwas entgegenzusetzen“, erklärte der Oberbürgermeister. Frankfurt und die Rhein-Main-Region böten beste Voraussetzungen, um in Zukunft beim Thema Künstliche Intelligenz eine starke Rolle zu spielen. Feldmann verwies auf den Internet-Knoten DE-CIX oder Datencenter wie das E-Shelter. Sie bildeten bereits das Rückgrat der Digitalisierung in Frankfurt.

Der OB betonte auch die Rolle der Hochschulen wie der Goethe-Universität und der Frankfurt School. Sie böten Abschlüsse in Künstlicher Intelligenz. Die TU Darmstadt sei eine der führenden Institutionen auf diesem Gebiet in Deutschland. Feldmann möchte in einem ersten Schritt Präsidenten von Stiftungen und Universitäten sowie Vorstände deutscher und internationaler Unternehmen an einem Runden Tisch versammeln. 

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare