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Peter Feldmann – Eine Schande für Frankfurt

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Von: Yağmur Ekim Çay

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Peter Feldmann
Frankfurts OB Peter Feldmann. © Imago Images

Der Frankfurter Oberbürgermeister reißt einen sexistischen Spruch und glaubt, eine Entschuldigung schaffe alles aus der Welt. Damit liegt er völlig falsch. Ein Kommentar.

Eines sollten alte, weiße Männer wie Peter Feldmann endlich begreifen: Eure Zeiten sind vorbei. Ihr dürft nicht mehr Flugbegleiterinnen zum „Spaß“ sexistisch beleidigen.

Frauen kämpften jahrelang genau dafür, solche Männer außer Gefecht zu setzen. Und sie haben gewonnen. Es ist eine Schande für Frankfurt, wenn der Oberbürgermeister denkt, er sei immer noch ein cooler Junge auf dem Schulhof, der über die Mädels so reden kann und dafür geehrt wird.

OB Peter Feldmann: Wie wird Frankfurt ihn los?

Feldmann glaubt wie viele alte, weiße Männer, es müsse immer um ihn gehen, und eine Entschuldigung sollte reichen, um sein männlich-dominantes, aggressives Auftreten zu vergessen. Bis zur nächsten skandalösen Geschichte. Doch dieses Mal reicht eine Entschuldigung nicht aus. Denn solche Sprüche bedeuten eine enorme Unsicherheit für die Frauen dieser Stadt. Wenn schon der Oberbürgermeister derartige Sprüche von sich gibt – welches Klima schafft er dann in Frankfurt?

Mittlerweile hat die Frankfurter SPD Peter Feldmann zum Rücktritt aufgefordert. Eintracht Frankfurt hat ebenfalls mit dem OB abgerechnet. Er sei „nicht mehr willkommen“, erklärte Axel Hellmann jüngst.

In der Stadt ist Feldmann mittlerweile komplett isoliert.

Jetzt kann es nur noch darum gehen, wie die Stadt diesen Mann mit dem massiven Ego loswird. Vor allem müssen sich die Frauen der SPD dafür einsetzen, dass Frankfurt nicht mit einem solchen narzisstischen Mann in Verbindung gebracht werden soll. Es muss darum gehen, was Frankfurt als Stadt sein und bleiben will. Und auch darum, dass es manchmal einfach genug ist. Eine Weltstadt wie Frankfurt kann im Jahr 2022 keine toxisch-männliche Politik mehr dulden. (Yağmur Ekim Çay)

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