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Um mehr Aufmerksamkeit zu erlangen, zogen die Aktivistinnen Alienmasken an.
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Um mehr Aufmerksamkeit zu erlangen, zogen die Aktivistinnen Alienmasken an.

Aktion für vegane Ernährung

Peta-Aktion auf der Frankfurter Zeil: Aliens essen Menschen aus Freilandhaltung

  • Kathrin Rosendorff
    VonKathrin Rosendorff
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Eine Aktion der Tierrechtsorganisation Peta auf der Zeil sorgt für viel Aufmerksamkeit. Die Aktivisten wollen auf Tierleid auch bei Bio-Fleisch aufmerksam machen und rufen zur veganen Ernährung auf.

Frankfurt - Auf einem Tisch mitten auf der Frankfurter Zeil liegt ein Mensch, die Haut ist bereits abgezogen worden. Zwei Aliens schneiden auf ihren Tellern Fleischstücke dieses „Biomensch aus Freilandhaltung“ mit Besteck. Natürlich ist das alles nicht echt. Drei Aktivistinnen haben sich verkleidet.

Die Aktion der Tierrechtsorganisation Peta sorgt am Samstag (31.07.2021) für viele neugierige Blicke, einige Passantinnen und Passanten bleiben stehen und fragen nach: „Was soll das genau mit den Aliens?“

Peta-Aktion in Frankfurt: Neugierige Blicke

Jaqueline Herth-Sanders, Leiterin des „Peta Zwei-Streetteams Frankfurt“, hält ein Schild hoch: „Fleisch ist Mord, egal bei wem“. Sie sagt: „Diese Aktion mit den Aliens machen wir zum ersten Mal. Es ist schwer, die Aufmerksamkeit von Leuten in Frankfurt zu bekommen. Sie haben schon vieles gesehen. Aber diesmal laufen sie zu uns und nicht an uns vorbei. Und so kommen wir mit ihnen ins Gespräch.“

Es ginge darum, das Leid darzustellen, das die Tiere durchmachten, bevor sie eben für den menschlichen Genuss auf dem Teller landeten. Herth-Sanders sagt: „Viele Leute erzählen uns, dass sie doch nur Biofleisch essen. Sie stellen sich vor, dass die Tiere fröhlich auf der grünen Wiese rumhüpfen und dann einfach irgendwann tot umfallen. Die Wahrheit ist aber, dass auch wenn Bio draufsteht, die Tiere leiden. Sie haben nur ein bisschen mehr Platz in den Ställen. Aber sie werden eben auch meist in den konventionellen Schlachthöfen geschlachtet.“

Peta-Aktion in Frankfurt: Tierleid gibt es auch in der Milch- und Eierindustrie

Bio sei meist Green Washing. „Die Leute fühlen sich besser, aber wir wollen ihnen sagen, dass es an der Zeit ist, sich vegan zu ernähren“, sagt sie. Denn Tierleid gebe es eben auch in der Milch- und Eierindustrie. Die 35-Jährige selbst lebt seit acht Jahren vegan. Sie wisse, dass es für viele schwer sei, von heute auf morgen auf Fleisch zu verzichten. „Aber ein erster Schritt ist es schon mal, wenn man es schafft, von Kuhmilch auf Hafermilch umzusteigen.“

Peta habe zudem eine App, die sie zusammen mit einer Ernährungswissenschaftlerin entwickelt hätten, mit Rezepten für leckere wie gesunde, vegane Gerichte. Und was sagen die Menschen auf der Zeil? „Ich esse schon weniger Fleisch. Ich mag auch gerne Gemüse und Tofu. Aber ein Leben ohne Fleisch kann ich mir nicht vorstellen“, sagt eine Frau, die aus Saarbrücken zum Einkaufen mit ihren Freundinnen angereist ist.

Peta-Aktion in Frankfurt: Viele wollen auf Fleisch nicht verzichten

Ein 16-jähriger Frankfurter hält seinen McDonalds-Kaffeebecher in der Hand, hört der Aktivistin interessiert zu. Er sagt: „Klar, sollte man Tiere gut behandeln und ich würde auch ungern sehen, wenn meine Geschwister vor meinen Augen getötet werden. Aber ich liebe Fleisch, ich werde darauf nicht verzichten.“ Auch das Argument der Aktivistin des Zusammenhangs zwischen Massentierhaltung und Folgen des Klimawandels wie beispielsweise der Hochwasserkatastrophe überzeugt ihn nicht. „Aber ich werde mir mal den Flyer durchlesen.“

Der 16-jährige Victor aus Berlin wirft ein paar Münzen in die Peta-Spendenbox. „Ich finde die Aktion megagut. Ich lebe seit Anfang des Jahres vegan. Ich mache das für das Tierwohl. Ich fühle mich gesundheitlich super, mir fehlt nichts und für mich gibt es keinen Grund, warum man nicht vegan leben sollte.“ (Kathrin Rosendorff)

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