1. Startseite
  2. Frankfurt

Personalrat der Stadt Frankfurt kritisiert Landesrechnunsghof

Erstellt:

Von: Georg Leppert

Kommentare

In Kitas kann gespart werden, findet der Landesrechnungshof.
In Kitas kann gespart werden, findet der Landesrechnungshof. © Andreas Arnold

Das Gremium hat kein Verständnis für Sparvorschläge in Kindertagesstätten.

Der Gesamtpersonalrat (GPR) der Stadt Frankfurt hat den Landesrechnungshof für seine Sparvorschläge bei der Kinderbetreuung scharf kritisiert. Das Gremium nannte den Vorstoß zynisch und weltfremd.

Walter Wallmann, Präsident des Landesrechnungshofs, war in der vergangenen Woche in den Ausschuss für Controlling und Revision der Stadtverordneten gekommen. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit bewertete Wallmann die Frankfurter Finanzpolitik und machte Sparvorschläge – etwa für die Arbeit in Kindertagesstätten. Dort könnten 25 statt 20 Jungen und Mädchen pro Gruppe betreut werden. Kritisch hinterfragte Wallmann auch die Eingruppierung von Erzieherinnen und Erziehern in die Tarifgruppe S 8b, die eine „schwierige Tätigkeit“ voraussetzt. Wallmann rechnete außerdem vor, was die Stadt bei der Wiedereinführung von Elternentgelt und Kürzungen der Zuschüsse an die freien Träger sparen würde.

„Der Vorschlag des Rechnungshofpräsidenten zeigt, dass er von der Lebensrealität der Kolleginnen und Kollegen überhaupt keine Ahnung hat“, sagte der GPR-Vorsitzende Christian Bart-helmes. „Ohne den engagierten Einsatz unserer Kolleg:innen ist es vielen Familien in Frankfurt nicht möglich, Kinder und Beruf unter einen Hut zu bekommen“, ergänzte Ralf Fröhlich, Personalratsvorsitzender des Eigenbetriebs Kita Frankfurt. Die Einstufung der Erzieherinnen und Erzieher in die Tarifgruppe S 8b sei absolut gerechtfertigt – zumal sich die Beschäftigten sonst in Frankfurt schier keine Wohnung leisten könnten.

Auch interessant

Kommentare