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Alle gut drauf: Helmut Golke (Mitte), sein Arzt Hans Martin (links) im Centrum für Tumorforschung mit Direktor Christian Brandts. .

Centrum für Tumorerkrankungen

Patienten sollen sich aufgehoben fühlen

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Das Universitäre Centrum für Tumorerkrankungen setzt auf die Vernetzung aller Experten.

Teamwork, keine Einzelkämpfer – so beschreibt der Direktor des Universitären Centrums für Tumorerkrankungen, Christian Brandts, die Grundlage für die erfolgreiche Arbeit im UCT, das in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiern kann.

Entstanden ist die gemeinsame Einrichtung von Universitätsklinikum und dem Krankenhaus Nordwest aus dem Wunsch heraus, Krebspatienten optimal zu betreuen. „Wir haben den Blick über den Atlantik auf die USA geworfen“, erzählt Brandts, der nach Stationen in Berlin, Tübingen, Münster und einem Forschungsaufenthalt an der University of California 2008 nach Frankfurt kam. 

Neue Zelltherapien gegen Krebserkrankungen

Die Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen ist ein weiteres Merkmal des Tumorzentrums. Auf regelmäßigen Tumorkonferenzen diskutieren Experten, wie die individuelle Behandlung eines Patienten aussehen soll, welche Fortschritte erwartet werden können und mit welchen Komplikationen gerechnet werden muss.

Vernetzt werden sollen allerdings nicht nur unterschiedliche Fachrichtungen, sondern auch Diagnostik, Behandlung, Forschung und Ausbildung. „Eine Stärke“ in der Forschung ist nach Einschätzung von Brandts die Entwicklung neuer Zelltherapien gegen Krebserkrankungen. Dabei steht nicht nur die Stammzellentherapie im Mittelpunkt. Auch Hirnzellen können ein therapeutisches Potenzial entfalten. Die Deutsche Krebshilfe hat das UCT als einzige Einrichtung in Hessen als „Onkologisches Spitzenzentrum“ ausgezeichnet. Bundesweit wurden vierzehn solcher Auszeichnungen vergeben.

Im großzügig gestalteten Wartebereich des Zentrums schützen sich die immungeschwächten Patienten mit einem hellgrünen Mundschutz. Hier ist die ambulante Chemotherapie für alle Kliniken der Universität angesiedelt. Früher sei diese Behandlungsform über den „gesamten Campus“ verteilt gewesen, sagt Brandts.

Palliativmedizin und Psychoonkologie sind weitere Schwerpunkte des Zentrums. Die Psychoonkologie, also die psychologische Betreuung der Patienten und ihrer Angehörigen, wird von den Krankenkassen nicht angemessen bezahlt. Schon deshalb ist das UCT ständig auf Spenden angewiesen.

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