Goethe-Uni

Party und Info für die Erstis

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Für 3000 Studierende ist das Sommersemester an der Goethe-Uni gestartet. Dabei gibt es nicht nur viele Info-Veranstaltungen, sondern auch Party und Kennenlern-Spiele.

Draußen vor dem Hörsaalzentrum wirft Magnus ein paar Basketball-Körbe in der Sonne. Bei vier von fünf Treffern gibt es Tickets für die Fraport Skyliners zu gewinnen. Auf dem ersten Blick scheint das Uni-Leben auf dem Campus Westend ziemlich entspannt und spaßig.

Drinnen im Hörsaalzentrum gibt es Tombola-Lose für einen Euro zu kaufen, Studentinnen und Studenten drehen an Glücksrädern. Die Mitarbeiter der Universitätsbibliothek beantworten nämlich nicht nur fleißig Fragen, wie man überhaupt und wo man seine wichtigsten Bücher für seinen Fachbereich ausleihen kann. Sondern sie verlosen auch Post-it-Blöcke, Stifte und hübsche Frankfurt-Postkarten Für über 3000 neue Studierende ist das Sommersemester am Donnerstag mit einer großen Messe offiziell gestartet.

Der 18-jährige Magnus genießt es, mit seinen Jura-Kommilitonen, die er in der Einführungswoche kennengelernt hat. Körbe zu werfen. Er weiß, solche Momente werden bald sehr selten sein. „Wir waren diese Woche schon beim Gericht, um uns das mal anzuschauen. Das war spannend. Aber dann haben wir auch gleichzeitig schon mal einen Eindruck bekommen, was im Studium alles auf uns zukommen wird. Das Pensum an Klausuren und Hausarbeiten ist schon recht erschlagend“, sagt Magnus. Da könne man sich schon überrumpelt fühlen. „Aber ich bin guten Gemütes, das zu schaffen.“

Aus Göttingen ist er fürs Studium nach Frankfurt gezogen. „Und ich konnte mir auch eine Wohnung organisieren. Das war nicht leicht“, sagt er. Die 19-jährige Sophia aus Darmstadt studiert auch Jura: „Irgendwas muss ich doch mit meinem Abi anfangen“, kommentiert sie ihren Entschluss für Jura. In der Hand hält sie eine prall gefüllte Tüte der Fachschaft. „Das sind Blöcke, Stift, aber auch eine Dose Red Bull und Ohrstöpsel drin.“

Party und Kennenlernspiele

Ob die Stöpsel dafür sind, wenn ihr eine Vorlesung nicht gefällt, weiß sie auch nicht so genau. Jakob (19) sagt: „Die Einführungswoche ist informativ, aber auch Party und Kennenlernen.“ Einmal hätten sie ein Kennenlern-Spiel machen müssen, bei dem sie ihren Sitznachbarn vorstellen mussten. „Das war sehr albern.“ Neben Feuerwehr, Krankenkassen und Hochschulsportgruppen gibt es auch Infostände wie von „Balu und du“. Dort können Studierende ehrenamtlich Mentoren für ein Grundschulkind werden. Bei „Arbeiterkind“ unterstützen Mentoren alle, aber vor allem die Studis, die aus Nicht-Akademiker-Familien kommen. „Da ihnen oft die Vorbilder in der Familie fehlen“, sagt Kim Nguyen von „Arbeiterkind“.

Für Sorgen von Liebeskummer bis Prüfungsstress gibt’s das Zuhör-Telefon „Nightline“. Das ist von Studierenden für Studierende. „Wir sind keine ausgebildete Psychologen. Uns kann man anrufen, wenn man reden will. Wir helfen auch, wenn man nicht weiß, wie man das Ikea-Regal aufbaut“, sagt ein Student vom „Nightline“-Team.

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