Tag der Deutschen Einheit

Party auf dem Frankfurter Römerberg zur Deutschen Einheit

Nach der offiziellen Feierstunde in der Paulskirche gibt es ein kostenloses Jazz-Konzert. Auch Gottesdienste und der Besuch in einer Moschee stehen auf dem Programm.

Mit viel temperamentvoller Musik, aber auch mit besinnlichen Worten und Gebeten feiert Frankfurt morgen den Tag der Deutschen Einheit. „Jazz zum Dritten“ lautet der Titel eines kostenlosen Konzerts auf dem Römerberg. Der Stadt ist es gelungen die zehnköpfige Band Wanubalé zu gewinnen – junge Musiker aus Potsdam und Berlin, die elektronische Musik mit Einflüssen aus Jazz, Funk und Dub verbinden, jener aus Jamaika stammenden Stilrichtung des Reggae. Mit dabei vier Blasinstrumente und zwei Schlagzeuge.

Um 13 Uhr soll die Party auf dem Römerberg beginnen, deren Schirmherrschaft Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) übernommen hat. Ab 15 Uhr ist die Gruppe „Swing Giants“ rund um den Frankfurter Sänger und Entertainer Oscar Canton angesagt. Dem studierten Betriebswirt wird nachgesagt, seit über 20 Jahren die Frankfurter Musikszene entscheidend mit zu prägen und sich gekonnt auf dem schmalen Grad zwischen Subkultur und Mainstream zu bewegen.

Bevor auf dem Römerberg gegen 17.30 Uhr der Schlussakkord verklingt, haben sich die geladenen Gäste der offiziellen Feierstunde zur Deutschen Einheit ab 11 Uhr in der Paulskirche mit dem Song von Udo Lindenberg „Sonderzug nach Pankow“ auf den Tag einstimmen können – versiert vorgetragen von der Neuen Philharmonie Frankfurt. Nach einer Ansprache des Oberbürgermeisters ist eine Talkrunde mit dem Stadtältesten Ernst Gerhardt und dem ehemaligen Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse vorgesehen. Thierse spricht später noch einmal auf Einladung der christlichen Kirche bei einem internationalen Fürbitt- und Dankesgottesdienst um 19 Uhr auf dem Römerberg.

Christen gehörten zu den DDR-Bürgern, die vor 30 Jahren mit Gebeten und Kerzen die friedliche Revolution angestoßen hätten, heißt es in einer Mitteilung der Katholischen Stadtkirche Frankfurt. Die beteiligten Kirchen laden am Donnerstag schon für 11.45 Uhr zu einem ökumenischen Dankgottesdienst vor der Alten Nikolaikirche ein. Weitere Gebete wird es um 17.30 Uhr in der Freien Evangelischen Gemeinde am Oeder Weg 6 und um 18 Uhr im Kaiserdom St. Bartholomäus geben.

Bereswill in der Moschee

Der Nuur-Moschee in Sachsenhausen, Babenhäuser Landstraße 25, ist es gelungen, den Frankfurter Polizeipräsidenten Gerhard Bereswill für eine Podiumdiskussion zu gewinnen. Von 14.30 bis 15.30 Uhr wird er sich zusammen mit Vertretern der Jüdischen Gemeinde und der Politik mit dem Thema „Radikalisierung der Gesellschaft – welche Gefahren bringt sie mit sich und wie können wir damit umgehen?“ auseinandersetzen. Der Eintritt ist kostenlos.

Gerade in „gesellschaftlich turbulenten Zeiten wie diesen“ sei ein konstruktiver und offener Dialog wichtiger denn je, betont der Präsident der Nuur-Moschee-Gemeinde, Amjad Ahmad. Die Veranstaltung versteht sich als ein Beitrag zum Tag der offenen Moschee, der seit 1997 am 3. Oktober begangen wird, um die Zugehörigkeit der Muslime zur Einheit Deutschlands zu dokumentieren.

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