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Party in Frankfurt: Kehrmaschinen am Opernplatz

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Um Vermüllung und Wildpinkeln in den Griff zu bekommen, stellt die Stadt Mülleimer auf und öffnet die Toiletten in der B-Ebene.

Bis zu 3000 Menschen kommen derzeit bei schönem Wetter freitags- und samstagabends auf den Opernplatz, öffnen ihre Bier- und Weinflaschen und haben eine gute Zeit.

Am Morgen danach liegen Scherben auf dem Boden. Die Wallanlagen miefen nach Urin. Darüber haben sich Anwohner beschwert. Um den Menschen das Feiern weiterhin zu ermöglichen und gleichzeitig Wildpinkeln und Vermüllung in den Griff zu bekommen, hat die Stadt eine neue Strategie vorgestellt.

Wie auf dem Friedberger Platz im Nordend sollen Kehrmaschinen signalisieren, dass die Party allmählich vorbei ist. Die Kehrmaschinen fahren auf dem Opernplatz ab 23.30 Uhr. Damit die Menschen ihre Flaschen entsorgen können, stellt die Stadt zusätzliche Müllbehälter auf.

Dixi-Klos, wie es sie freitags auf dem Friedberger Platz gibt, platziert die Stadt zunächst nicht auf dem Opernplatz. Stattdessen bleiben die Toiletten in der B-Ebene der Station Alte Oper bis spät geöffnet. Um die neue Strategie zu vermitteln, sind Sauberkeitsbotschafter unterwegs. Die Stadtpolizei achtet darauf, dass die Corona-Beschränkungen eingehalten werden, und ahndet Verstöße. Eine Kippe auf den Boden werfen kostet zum Beispiel 55 Euro. Kontrolliert wird auch die Einhaltung des Jugendschutzes und Falschparken.

„Wir haben Verständnis dafür, dass sich die Menschen im öffentlichen Raum treffen, aber wir haben kein Verständnis dafür, wenn keine Rücksicht auf die Umwelt genommen wird“, teilten Umweltdezernentin Rosemarie Heilig und Sicherheitsdezernent Markus Frank gemeinsam mit.

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