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Party

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Von: George Grodensky

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Die Feiernden sollen sich vom Friedberger Platz an die Hauptwache begeben.
Die Feiernden sollen sich vom Friedberger Platz an die Hauptwache begeben. © Michelle Spillner

So ganz zufrieden sind die Menschen im Frankfurter Nordend noch nicht mit der Aktion „Ab in die Mitte“. Damit versucht die Stadt, die Freitagabend-party von den Plätzen rund um den Friedberger Platz an die Hauptwache zu verlegen.

„Es ist ein guter Anfang“, sagt Karin Guder, die Vorsteherin des Nordend-Ortsbeirats. Das Gremium hat am Abend mitgeholfen, Flyer zu verteilen und die Menschen auf die Alternative anzusprechen. „Es ist gut, dass die Dezernentin auch andere Wege versucht, außer ordnungspolitische Mittel anzuwenden“, lobt Guder. Gleichwohl vermutet sie, dass die Stadt auch die ordnungspolitischen Mittel intensivieren muss. „Der Abfallwagen ist das effektivste Instrument“, sagt Guder. Wenn der kommt, gehen die Menschen nach Hause.

Es gehe ja nicht nur darum, Rituale zu brechen. Viele fänden es auch schöner, sich im Nordend zu treffen. Gemütlicher. Um so wichtiger sei es, Rücksichtnahme für die Anwohner einzufordern. „Vielleicht auch mal mit dem Lautsprecherwagen.“

Auch Kaweh Nemati von der Interessengemeinschaft Untere Berger Straße hält die Aktion für einen Anfang. „Endlich unternimmt die Stadt mal was, um den Anwohnern und Gewerbetreibenden zu helfen.“ Die hätten ein Recht auf Nachtruhe und auf saubere Straßen. Was das Gewerbe morgens an Hinterlassenschaften der Partygäste vorfände, sei geschäftsschädigend.

Ob das Angebot an der Hauptwache ein Erfolg werde, vermag Nemati nicht zu sagen. „Viele finden es im Nordend sicher und schön und auf der Hauptwache nicht“, hat er beobachtet. Für weitere Info- und Flyeraktionen stehe er gerne bereit, regt aber an, junge Promotoren dafür einzusetzen. Die seien vielleicht überzeugender.

„Wir wollen der Aktion eine Chance geben“, sagt Ulrike Schneider von der Bürgerinitiative Luisenplatz. Gut finde sie, dass die Stadt am Abend stark vertreten gewesen sei, mit Ämtern und der Ordnungsdezernentin. Auch dass die Stadt die Falschparker am Abend mal kontrolliert hätte.

Selbst wenn es wegen des Regens noch keiner der ausufernden Abende gewesen sei, hätten die städtischen Vertreterinnen und Vertreter sich ein Bild machen können. Die BI wünscht sich dazu flankierende Aktionen. Gleichzeitige Ansagen auf den Plätzen etwa. Und die klare Botschaft, dass Feiern in der Nacht nicht mehr erwünscht ist.

Öffentliche Anhörung zu den Freitagspartys mit Ämtern und Ordnungsdezernentin. Montag, 23. Mai, 16 Uhr, Gehörlosen- und Schwerhörigenzentrum, Rothschildallee 16 a

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