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In Parkhäusern ist Parken bald günstiger als am Straßenrand.

Verkehr

Parkgebühren in Frankfurt sollen teurer werden

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Die Stadt will die Parkgebühren in der Innenstadt und weiteren Gebieten anheben. Elektrofahrzeuge parken zwei Stunden frei.

Die Stadt will die Parkgebühren in der Innenstadt von drei auf vier Euro pro Stunde erhöhen. Im übrigen Stadtgebiet sollen die Gebühren von 1,50 auf zwei Euro pro Stunde steigen. Das geht aus einem Papier des Verkehrsdezernats an die Koalition hervor, welches der FR vorliegt. Zuvor hatte die FAZ darüber berichtet.

Die Gebühren sind den Angaben zufolge in der Regel von Montag bis Freitag, 8 bis 19 Uhr, fällig. Handwerker und Schwerbehinderte sind ausgenommen und auch Elektrofahrzeuge sind für die ersten beiden Stunden befreit. Vier Euro pro Stunde fürs Parken sind demnach bereits in Stuttgart zu zahlen.

Das Verkehrsdezernat beruft sich auf das Urteil des Verwaltungsgerichts Wiesbaden zum Dieselfahrverbot, welches, obgleich nicht rechtskräftig, eine Erhöhung der Parkgebühren sowie eine Ausweitung des Bewohnerparkens vorgeschrieben hat.

Auch beim Bewohnerparken sieht die Stadt eine Änderung vor. Das seit den 1990er Jahren geltende Prinzip, dass eine Straßenseite für Bewohner mit Ausweis frei, die andere Straßenseite für alle frei sein soll, werde abgeschafft. Diese Regelung sei mittlerweile bundesweit ein Exot. Stattdessen werde künftig, wie in den meisten Großstädten, der komplette Parkraum bewirtschaftet. Bewohner mit Parkausweis dürften überall parken. Gäste müssten einen Parkschein ziehen. In Stufe eins werde der Parkraum in allen 37 Zonen bewirtschaftet. Dabei bleibe die Einteilung der Parkflächen - eine freie Seite für Bewohner, eine bewirtschaftete Seite für Besucher - zunächst bestehen. Erst später soll diese Straßenseitenregelung abgeschafft werden. Danach will die Stadt Bewohnerparken in weiteren 20 Zonen rund um den Alleenring einführen.

Parkgebühren bezahlen per NFC-Technik

Bei der Bezahlung setzt die Stadt künftig auf die sogenannte NFC-Technik für berührungsfreies Bezahlen. Dies funktioniert mit den meisten Kreditkarten. Das sogenannte Wiener Modell, bei dem zuvor gekaufte Parkscheine entwertet ins Auto gelegt werden, sei derzeit rechtlich nicht möglich. Falls sich die Gesetzeslage ändere, sei die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) bereit, solche Parkscheine am Automaten zu verkaufen. Außerdem will die Stadt Handyparken einführen, das es bereits etwa in Bad Homburg, Wiesbaden und Hanau gibt. Dabei wird Parken per App minutengenau abgerechnet. Die Stadt will dafür dem „Regionalportal für Handy-Parken“ der Gesellschaft für integriertetes Verkehrsmanagement (ivm) beitreten.

Bei den städtischen Parkhäusern sollen die Gebühren für Langzeitparker um 20 Prozent steigen. Kurzzeitparken kostet demnach weiterhin 2,50 Euro pro Stunde. Für stationsbasiertes Carsharing sollen Stellplätze an Straßen eingerichtet werden. Durch die Mehreinnahmen könnten weitere städtische Verkehrspolizisten eingestellt werden.

Busparkplätze

Reisebusse sollen ab Januar 2020 Parkgebühren zahlen. Das schlägt das Verkehrsdezernat vor. An der Berliner Straße/Paulskirche sollen 15 Minuten Parken fünf Euro kosten. An den drei großen Busparkplätzen am Theodor-Stern-Kai, in der Gutleut-, und an der Eytelweinstraße soll eine Stunde Parken zehn Euro, ein Tag 50 Euro kosten.

Am Schaumainkai zwischen Alter Brücke und Eisernem Steg sollen keine Busse mehr parken. An der Gutleutstraße sollen Busse, wie vom Ortsbeirat gefordert, nicht mehr zwischen Wurzel- und Erntestraße stehen. Der Parkplatz am Theodor-Stern-Kai wäre zwischen Friedensbrücke und Carl-von-Noorden-Platz. In der Eytelweinstraße sollen Busse zwischen Hanauer Landstraße und Osthafenpark parken. Ab Sommer 2020 ersetzt der Parkplatz auf der Franzius- den auf der Eytelweinstraße. (fle)

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