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Ab Montag werden Strafzettel ausgestellt, wenn im Auto kein Parkticket liegt.

Bornheim

Parken in Bornheim wird einfacher

  • Boris Schlepper
    vonBoris Schlepper
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Ab kommender Woche geht die nächste Anwohner-Parkzone in Betrieb, nördlich der Saalburgstraße.

Das Parken im nördlichen Bornheim wird für Anwohner zunehmend einfacher. Am kommenden Montag soll die dritte von vier Bewohnerpark-Zonen fertig beschildert sein. Dann müssen alle Autofahrer auch nördlich der Saalburgstraße/-allee zwischen Berger Straße und Bornheimer Hang ein Ticket ziehen oder einen Bewohnerparkausweis haben. Bis Ende Oktober möchte die Stadt den letzten Bereich einrichten.

Anfang des Jahres wurde mit der Zone 40 der erste Abschnitt aktiviert, mit dem vor allem Pendler verdrängt werden sollen. Seit dem Ende der Ferien ist die Parkraumbewirtschaftung im Quartier 38 neben dem Günthersburgpark gültig.

Bei vielen Anwohner komme es gut an, dass für das Parken nun bezahlt werden muss, sagt Elke Hofmann vom Straßenverkehrsamt, die auch die Park-Hotline betreut. Sie bekomme viele positive Rückmeldungen, dass das Bewohnerparken in Bornheim endlich eingerichtet werde. Beschwerden gebe es etwa, dass die vier Parkzonen nicht gleichzeitig aktiviert wurden. Dadurch seien die Pendler in andere Straßen verdrängt worden. „Das war absehbar“, so Hofmann. Die Stadt habe jedoch nicht die Möglichkeit, alle vier Zonen auf einmal intensiv zu bestreifen.

Ortsbeirat und Fragen

Der Ortsbeirat 4 trifft sich am kommenden Dienstag, 15. September, um 19.30 Uhr im Bürgerhaus Bornheim, Arnsburger Straße 24. Über den Parkausweis für Bewohner informiert das Ordnungsamt unter Telefon 21 24 37 27 oder per E-Mail an bewohnerparke@stadt-frankfurt.de. Fragen zum Konzept nimmt das Straßenverkehrsamt unter der Nummer 21 23 31 99 oder per E-Mail an die Adresse parken@stadt-frankfurt.de entgegen.

Häufig gebe es auch Klagen von Gewerbetreibenden, die innerhalb der neuen Parkzonen ihre Betriebe haben. Ein Pizzalieferdienst etwa habe fünf Autos, für die er jetzt Tickets ziehen müsse. Ein Autohändler monierte, dass er seine Fahrzeuge nicht mehr auf der Straße feilbieten könne, ohne zu zahlen. Andere Firmen wünschten sich Ausnahmen für ihre Mitarbeiter, die außerhalb Frankfurts wohnten.

Doch diese werde es nicht geben, habe Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) gesagt. „Wenn man einmal anfängt, wo will man dann aufhören?“, fragt Hofmann. Schließlich gebe es auch Wünsche von Anwohnern, die Angehörige betreuten oder einen Garten bewirtschafteten. Sie wollten nicht immer wieder Parkscheine ziehen, sondern lieber einen Bewohnerparkausweise ausgestellt bekommen. Der stehe nur Personen mit Erstwohnsitz zu. 50 Euro kostet die Genehmigung für zwei Jahre.

Bornheim

Eine Ausnahme gebe es jedoch, sagt Hofmann. Betriebe können zwei Firmenfahrzeuge, für die sie einen Handwerkerparkausweis haben, wie mit einem Bewohnerparkausweis unmittelbar am Firmensitz parken lassen.

Noch gearbeitet werde an einer Lösung für Carsharing-Firmen, die keine festen Stellplätze haben. Deren Fahrzeuge dürften derzeit nicht in den Parkzonen stehen. Mit diesen Anbietern werde die Stadt demnächst Gespräche führen.

Mit dem Bewohnerparken beschäftigt sich auch der Ortsbeirat 4. Das Gremium berät über mehrere Anträge, in der Ausnahmen für Gewerbetreibende gefordert werden. Grüne, CDU, FDP und Die Frankfurter sprechen sich in einer gemeinsamen Vorlage etwa dafür aus, dass Betriebe für beliebig viele Fahrzeuge von Mitarbeitern Parkausweise beantragen können. Zudem wollen sie, dass in Bewohnerparkzonen, deren Grenze in der Mitte der Straße liegt, auch die gegenüber liegende Seite zum Parken genutzt werden kann.

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