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Buntes Treiben: Das im Kunstunterricht gemalte Bild dient den Kindern als Vorlage für ihre Schmetterlinge.

Palmengarten

Aus Frühblühern werden Falter

Dafür kann man auch mal Blumen zerlegen: Im Palmengarten legen Schüler mit Blüten bunte Motive.

Caro, Jennifer, Cleo und Mirella sitzen in der Galerie des Frankfurter Palmengartens am Boden und entfernen Blütenblätter vom Stiel einer Blume. Vor ihnen liegt ein mit Sand befüllter Rahmen, in den sie die Blüten zu einem bunten Schmetterling stecken. „Wir machen das für ein schönes Bild, da finde ich es nicht so schlimm, die Blumen zu zerlegen“, sagt Cleo.

Die vier sind Schülerinnen der vierten Klasse der Goldschmiedschule. Aus rot-gelben und rosa Tulpen, violetten Hyazinthen und gelben Narzissen entwerfen sie am Montag ihren Schmetterling. Für die Blütenlege-Aktion im Palmengarten, an der auch Erstklässler der Dietzenbacher Aue-Schule teilnehmen, gestalten insgesamt vier Klassen der beiden Schulen Schmetterlinge aus unterschiedlichen Frühblüher-Blüten. Mit dieser Aktion, zu der zum 15. Mal eingeladen wurde, schließt der Palmengarten die Frühlingsblumenschau, die für drei Wochen in der Galerie zu sehen war, ab.

Sinnliches Erlebnis

„Für die Schüler ist es ein sinnliches Erlebnis, die Blumen in Duft und Farbe zu erleben“, sagt Barbara Clemenz, Mitarbeiterin der Grünen Schule, seit 1980 die pädagogische Abteilung des Palmengartens. Zu ihren Aufgaben gehört es, die Welt der Pflanzen für Kinder jeden Alters, aber auch für Erwachsene erfahrbar zu machen.

„Wir haben uns nicht ganz an unsere Vorlage gehalten, weil es schwierig ist, das nachzumachen“, sagt Leonie, einer der Schülerinnen aus Dietzenbach. In ihrem Kunstunterricht hatten die Schüler der ersten Klasse die Vorlagen für ihre Falter gestaltet. „Die Blumen werden den Schülern nun besser in Erinnerung bleiben, als wenn wir diese nur als Arbeitsblatt besprochen hätten“, sagt Klassenlehrerin Maren Riemenschneider.

Die Viertklässler arbeiten ohne Malvorlage. „Sie haben die Vorlagen schon im Kopf“, sagt Klassenleiterin Diana Manzsch. In einer „Schmetterlingswerkstatt“ hatten ihre Schützlinge den Aufbau des bunten Insekts bereits kennengelernt.

Ihren Lieblingssschmetterling, den Himmelfalter, stellen Caro, Jennifer, Cleo und Mirella nicht nach. „Der hat einen sehr schönen Blauton, aber wir wollten etwas Neues und Buntes machen“, sagt Jennifer.

Als Material für die Kunstwerke schnitten Gärtner am Morgen die Blüten ab und bereiteten diese für die jungen Künstler vor. Knapp 50 000 Blumenzwiebeln stellte der Palmengarten vom 8. bis zum 24. Februar aus, erzählt Barbara Clemenz. „Das Ende der Ausstellung in unserer Galerie ist jetzt die Einladung nach draußen.“

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