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Das ist gefährlich: Ein Paketbote hält auf der Mainzer Landstraße auf dem Radweg.
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Das ist gefährlich: Ein Paketbote hält auf der Mainzer Landstraße auf dem Radweg.

Verkehr

Paketboten sollen Radwege meiden

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Wer auf dem Radweg parkt, gefährdet die Radfahrer, die auf die Straße ausweichen müssen. Daher will UPS seine Fahrer entsprechend schulen.

Diese Situation kann gefährlich enden: Ein Lieferwagen hält auf der Mainzer Landstraße an, mitten auf dem Radweg. Ein Radfahrer nähert sich, weicht auf die Straße aus und überholt. Von hinten rollt ein Auto heran, macht einen Schlenker, sodass es den Radfahrer nicht erwischt. So geschehen am Dienstagmittag auf der Mainzer Landstraße.

„Damit erzeugt man Gefahrenpunkte“, weiß Rainer Kiehl von UPS. Das Unternehmen mit den braunen Lieferwagen bringt täglich Tausende Pakete in Frankfurt zu den Kunden – wie die anderen Firmen DHL, Hermes, TNT, GLS auch. Das Problem: „Die Lieferzonen, in denen Fahrzeuge eigentlich stehen sollen, sind oft zugeparkt, etwa von Handwerkern“, sagt Kiehl. Also müssten die Paketboten kurz in zweiter Reihe halten.

Besser auf rechter Spur anhalten

Da sich der Radverkehr in Frankfurt aber „vervielfältigt“ habe, weise das Unternehmen seine Fahrer nun an, nicht mehr auf den Radwegen zu parken. Stattdessen sollen die Fahrer bei zweispurigen Straßen – wie der Mainzer Landstraße – auf der rechten Fahrspur halten.

Das Verkehrsdezernat unterstützt das. „Es ist erfreulich, wenn die Radwege nicht mehr zugeparkt sind“, sagt Stefan Lüdecke, Referent von Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD). Das sei den Unternehmen auch so kommuniziert worden. Lüdecke weist darauf hin, dass auch das Parken auf einer Fahrspur nicht erlaubt sei. Allerdings gebe es einen gewissen Ermessensspielraum: „Wer auf dem Radweg parkt, bekommt ein Knöllchen von der Verkehrspolizei“, sagt Lüdecke. Bei Paketboten, die auf dem Fahrstreifen halten, werde auch mal ein Auge zuhedrückt.

„Dass Fahrzeuge die Radwege zuparken, ist das übelste Problem für Radfahrer in der Stadt“, sagt Bertram Giebeler. Der Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in Frankfurt begrüßt, dass UPS dies unterlasse. „Allerdings ist das meines Wissens nach der einzige Paketdienstleister, der eine entsprechende Weisung an seine Fahrer weitergibt.“ Besonders häufig falsch geparkt werde auf den Radwegen entlang der Mainzer Landstraße, der Düsseldorfer Straße oder der Obermainanlage. Der ADFC-Sprecher fordert die Paketdienstleister dazu auf, generell „legal zu parken. Wenn das Falschparken nicht abnimmt, muss die Stadt Poller aufstellen“, sagt er.

„Unsere Fahrer sollen den Verkehrsfluss nicht zu sehr tören, sagt DHL-Sprecher Stefan Heß. Dass Fahrzeuge eher auf der Straße statt auf dem Radweg parken sollen, sei ihm neu. „Ich höre das zum ersten Mal.“ Eine entsprechende Ansage an die Paketfahrer gebe es im Unternehmen nicht.

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