Friedensbewegung

Ostermarsch rollt auf Motorrädern durch Frankfurt

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In Corona-Zeiten wählt die Friedensbewegung neue Aktionsformen. Friedensaktivisten laden für Montag zur Unterstützung des Biker-Ostermarschs in Frankfurt ein.

Die Friedensbewegung zeigt sich zu Ostern traditionell auf der Straße. So soll es auch in Zeiten der Corona-Pandemie bleiben. Allerdings wählen die Aktivisten in diesem Jahr neue Aktionsformen, um auch dem Gesundheitsschutz Genüge zu tun.

Rund zwei Dutzend Motorradfahrer werden am Ostermontag in Frankfurt Präsenz zeigen. Unterstützerinnen und Unterstützer sind aufgerufen, sich zwischen 11 und 13 Uhr entlang der Strecke bemerkbar zu machen, etwa mit Fahnen und Transparenten.

Das haben Willi van Ooyen vom Ostermarschbüro in Frankfurt und der Frankfurter Linken-Landtagsabgeordnete Ulrich Wilken, ein passionierter Motorradfahrer, am Dienstag mitgeteilt. Wilken hat die Biker-Demo des Motorradclubs Kuhle Wampe angemeldet.

Start am US-Konsulat

„Es ist wichtig, dass das Grundrecht auf Versammlungen auch in Corona-Zeiten wahrgenommen wird – selbstverständlich unter strikter Beachtung der Kontaktbeschränkungen“, sagte Wilken. „Aber wir sind als Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer gewohnt, einen Sicherheitsabstand einzuhalten, der deutlich größer ist als zwei Meter.“

Die Route führt vom US-Konsulat in der Gießener Straße über die Friedberger Landstraße und die Konstablerwache bis zum türkischen Konsulat an der Kennedyallee. Zurück geht es über die Friedensbrücke zum Römerberg. Die Demo steht unter dem Motto „Abrüsten statt aufrüsten“. Die Initiatoren machen sich Hoffnung, dass in Zeiten des Coronavirus neue politische Prioritäten gesetzt werden. So fordern sie, dass Deutschland seinen Wehrhaushalt nicht aufstockt, sondern das Geld für Gesundheit, Umwelt, Bildung und Soziales einsetzt.

Neben dem Protest auf der Straße will die Ostermarschbewegung in diesem Jahr auch in der virtuellen Welt mobilisieren. Die meisten Aktivitäten im Freien mussten abgesagt werden. Dazu zählte eine für vergangenen Samstag geplante Mahnwache vor dem US-Headquarter in Wiesbaden-Erbenheim. Sie sollte sich gegen das Nato-Großmanöver „Defender 2020“ richten. „Das Coronavirus hat auch vor dem Militär nicht Halt gemacht und bereits dieses große Nato-Manöver – mit erdrückender US-Beteiligung – verkürzt“, freute sich van Ooyen.

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