Tradition

Ostermarsch in Frankfurt verboten

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Der Motorradkorso der Friedensbewegung darf in Frankfurt nicht stattfinden. Dabei hatten die Veranstalter zugesagt, die Corona-Abstandsregeln einzuhalten. Doch die Stadt sieht das anders.

Die Stadt Frankfurt hat den für Montag geplanten Ostermarsch per Motorradkorso verboten. Daraufhin sagten Anmelder Ulrich Wilken (Linke) und Koordinator Willi van Ooyen die Veranstaltung ab.

Sie wollten den traditionellen Ostermarsch der Friedensbewegung in Corona-Zeiten so organisieren, dass das Abstandsgebot zwischen den Teilnehmern eingehalten werden kann. Sie hatten geplant, mit 20 Motorrädern vom US-Konsulat im Norden der Stadt zum türkischen Konsulat im Süden und weiter zum Römerberg zu fahren, und baten Unterstützer darum, sich am Straßenrand mit Fahnen und Transparenten zu zeigen. Van Ooyen hatte darauf verwiesen, wie wichtig es sei, sich das Recht auf Demonstrationen auch in diesen Zeiten nicht nehmen zu lassen.

Das Frankfurter Ordnungsamt geht jedoch davon aus, dass sich die Abstandsregeln insbesondere von den Unterstützern am Rande nicht einhalten lassen würden. Die Erfahrung zeige, dass „bei Versammlungen aller Art gerade keine Mindestabstände eingehalten“ würden, hieß es in der Verfügung. So sei zu erwarten, dass sich die Teilnehmer vor allem vor den Konsulaten „dichter zusammenstellen“.

Organisator Ulrich Wilken bezeichnete die Begründung als „fragwürdig“. Der Linken-Politiker verzichtete aber darauf, vor Gericht um die Veranstaltung zu kämpfen, da dies in der Kürze der Zeit aussichtslos sei. Wilken behielt sich aber eine Feststellungsklage vor, mit der nachträglich die Rechtswidrigkeit des Verbots festgestellt werden könne. 

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