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Ostermarkt nach zwei Jahren zurück

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Von: Alexandra Flieth

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Auch Ursula Kaehn aus Frankfurt stellte ihren Osterschmuck im Dominikanerkloster aus.
nAuch Ursula Kaehn aus Frankfurt stellte ihren Osterschmuck im Dominikanerkloster aus. Renate Hoyer © Renate Hoyer

Ausstellende im Dominikanerkloster sind zufrieden mit dem Neubeginn

Brigitte Leitersbach schlendert über den Ostermarkt im Dominikanerkloster, um sich inspirieren zu lassen – es gibt vor allem österliche Dekorationen aus Holz, Glas, Porzellan und Keramik. Vor vielen Jahren habe sie die Veranstaltung schon einmal besucht. „Als ich im vergangenen Jahr hier auf dem Herbstmarkt war, habe ich den Flyer mit dem Termin für den Ostermarkt mitgenommen und nun bin ich hier“, sagt Leitersbach.

Wegen der Corona-Pandemie blieben die Türen des traditionellen Ostermarkts in den vergangen zwei Jahren geschlossen. Und auch die 36. Auflage, die am Wochenende in den Räumen des Dominikanerklosters über die Bühne ging, stand noch vor ein paar Monaten auf der Kippe. Mit einem Hygienekonzept und ihrer langjährigen Erfahrung als Organisatorin des Ostermarkts ermöglicht es Ingrid Bauer nun wieder, Aussteller und Besucher hierfür zusammenzubringen.

Mit 44 Ausstellern fällt der Ostermarkt kleiner aus als sonst, um die Abstandsregeln besser einhalten zu können. Veranstalter ist der Landesverband Hessen der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG), an den der Reinerlös aus dem Eintrittsgeld und den Standgebühren geht. „Bereits vor der Öffnung hat sich eine lange Schlange vor den Eingangstüren gebildet“, freut sich Käte Westphal, die sich ebenfalls seit vielen Jahren im Organisationsteam für die Veranstaltung engagiert. „Wir sind mit dem Neustart nach der Pause schon jetzt zufrieden“, sagt sie.

„Die Besucher“, erzählt Ausstellerin Barbara Berger, „sind seit der Öffnung am späten Vormittag in Wellen über den Markt gelaufen.“ An ihrem Stand präsentiert die aus Gimbsheim in Rheinland-Pfalz kommende Hobbykünstlerin ganz besondere Ostereier: Anstatt die leeren Hühner- und Enteneier zu bemalen, fräst sie Muster in die zerbrechlichen Hüllen. Manche davon werden sogar mit einem kleinen LED-Teelicht von innen heraus beleuchtet.

„Die Leute haben ein großes Bedürfnis, Märkte wie diesen zu besuchen“, sagt ihr Standnachbar Zdenek Skornicka. Er präsentiert unter anderem von ihm gestaltete Ostereier, die in einer besonderen Technik mit Draht umwickelt sind. Einer, der den Ostermarkt bereits von Kindesbeinen an kennt, ist Lars Hasselsweiler. „Ich war schon als Baby mit auf dem Markt, an dem sich früher meine Mutter und meine Oma mit einem Stand beteiligt haben“, sagt der Enkel von Käte Westphal, der mittlerweile Landschaftsarchitektur studiert. Auch er hat einen kleinen Stand aufgebaut, an dem er gefaltete Schmetterlinge aus Papier für 1,50 Euro das Stück anbietet, die mit einer Sicherheitsnadel versehen als Brosche getragen werden können.

Während die Aussteller mit ihren kreativen Ideen noch auf den Frühling und das bevorstehende Osterfest eingestimmt sind, hat Organisatorin Bauer bereits die Planungen für das nächste Ereignis im Blick: den 33. Herbstmarkt im Dominikanerkloster, der am 5. und 6. November seine Türen öffnen soll.

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