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So soll der Neubau Wingertstraße (links) Ecke Wittelsbacherallee einmal aussehen.

Ostend

Wohnen statt Werkstatt

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An der Wingertstraße entstehen bis 2021 drei Gebäude mit Eigentumswohnungen. Der durchschnittliche Preis liegt bei 8300 Euro pro Quadratmeter.

Seit zwei Jahren steht der ehemalige Standort der Frankfurter Werkgemeinschaft an der Wingertstraße Ecke Wittelsbacherallee leer. Jetzt rollen auf dem Areal gegenüber der Naxoshalle seit kurzem die Bagger. Ein Investor lässt die einstige Werkstatt für psychisch kranke Menschen abreißen. Dort sollen bis Mitte 2021 drei neue Wohnhäuser errichtet werden.

Bereits 2016 hat die Werkgemeinschaft das Gelände der Consors-Betriebe, in denen mehr als 160 Menschen gearbeitet haben, verkauft. Bis Mitte 2017 wurde der Standort, in dem auch die „Boutique Känguruh“ untergebracht war, noch genutzt. Für den Verein war die Liegenschaft aber zu klein und dunkel gewesen, weshalb er zum größten Teil in den Cassellapark nach Fechenheim gezogen ist (die FR berichtete).

Im vergangenen Jahr hatte der Bauprojektentwickler FBW aus Dreieich das Areal übernommen, der auch das Bornheimer Areal zwischen Berger und Ringelstraße bebauen möchte. Etwa zwei Monate veranschlagt das Unternehmen für den Abriss der alten Werkstatt an der Wingertstraße 29-31, sagt der Verkaufsleiter. Durch Proben sei „wenig Asbest und künstliche Mineralfasern“ festgestellt und „bereits ordnungsgemäß entsorgt“ worden.

Die FBW rechnet damit, dass mit dem Bau im ersten Quartal des kommenden Jahres begonnen werden kann. Geplant ist, das Gebäude in rund 18 Monaten fertigzustellen. Die Projektgesellschaft möchte auf dem Areal drei separate Gebäude mit insgesamt 47 Eigentumswohnungen bauen. Vorgesehen sind Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen mit 50 bis 200 Quadratmetern. Jede Wohnung soll einen Balkon, eine Loggia oder Terrasse erhalten.

Zeitnaher Verkaufsstart

Der durchschnittliche Quadratmeter-Preis liege nach dem derzeitigen Stand bei 8300 Euro. Der offizielle Verkaufsstart erfolgt zeitnah über Ballwanz Immobilien in Frankfurt. Es soll auch ein eigener Showroom an der Bockenheimer Landstraße 64 eingerichtet werden.

Unter dem Areal ist eine Tiefgarage für die Bewohner vorgesehen, die mit einem Aufzug in alle Etagen angebunden wird, so der Verkaufsleiter. Die Anfahrt der Garage ist über die Wingertstraße vorgesehen.

Das geplante Haus an der Ecke zur Wittelsbacherallee, wo derzeit noch kein Gebäude steht, soll sechs Etagen hoch werden. Im Erdgeschoss des Gebäudes werde eine kleine Gewerbeeinheit mit rund 70 Quadratmetern entstehen. Einen Mieter gebe es noch nicht. Die anderen beiden Neubauten sollen eine Etage höher werden als der Bestand, sagt der Verkaufsleiter.

Eine Abbruch- und eine Baugenehmigungen für das Vorhaben liegen seit April vor, sagt der stellvertretende Leiter der Bauaufsicht, Markus Radermacher, auf Anfrage der FR. Da es für den Bereich keinen Bebauungsplan gebe, werde dort nach Paragraf 34 des Baugesetzbuches gebaut. Das Maß der Bebauung müsse sich demnach an der „prägenden Bebauung“ der Nachbarschaft orientieren, so Radermacher. Dazu zählten nicht nur die unmittelbar angrenzenden Gebäude, sondern auch weiter entfernte Häuser, wie etwa auf dem Areal der Naxoshalle.

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