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Spatenstich an der Gref-Völsing-Straße 17-21. 

Stadtentwicklung

Wohnen am Ostbahnhof

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Die ABG lässt an der Gref-Völsing-Straße 81 geförderte Wohnungen und eine Kita bauen. Prallscheiben sollen Bewohner vor dem Lärm der Züge schützen.

Die Arbeiten auf dem Grundstück an der Ferdinand-Happ-/Ecke Gref-Völsing-Straße haben am Mittwoch mit dem Spatenstich offiziell begonnen. Auf einer der letzten freien Flächen des ehemaligen Güterbahnhofs sollen bis Ende kommenden Jahres zwei Gebäude mit 81 geförderten Mietwohnungen sowie einer Kindertagesstätte entstehen. Die ABG Frankfurt Holding lässt diese vom Projektentwickler Max Baum schlüsselfertig erstellen.

Bereits seit November wird auf dem sogenannten Schwedler Carré II an den Bahngleisen unweit des Ostbahnhofs gearbeitet. Die Baugrube ist ausgehoben. Im angrenzenden ersten Carré wurden bereits knapp 400 Wohnungen, drei Bürohäuser und ein Kindergarten für die EZB errichtet. Entwickelt wird das 40 000 Quadratmeter große Areal von Max Baum Immobilien.

Im Carré II entsteht zunächst eine Tiefgarage mit 45 Stellplätzen. Im Mai soll mit dem Rohbau begonnen werden. Geplant ist laut ABG-Geschäftsführer Frank Junker vor allem ein Mix aus Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen. Zudem sind sechs größere Bleiben für Familien vorgesehen. Ursprünglich sollten dort 96 Wohnungen entstehen. Damals seien mehr kleinere Unterkünfte geplant gewesen, so Junker.

47 Wohnungen im ersten Förderweg wird es in dem bis zu siebengeschossigen Gebäude geben. Sie werden für 5,50 und 6,50 Euro pro Quadratmeter vergeben. Weitere 34 entstehen im sogenannten Frankfurter Mittelstandsprogramm, die zu Mieten von 8,50 bis 10,50 Euro pro Quadratmeter vermietet werden. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) begrüßte es, dass dadurch im Ostend endlich auch bezahlbarer Wohnraum entstehe. „Wer in Frankfurt lebt oder arbeitet, sollte sich hier auch eine Wohnung leisten können.“

Ansicht des geplanten Innenhofs von der Gref-Völsing-Straße aus.  

Die beiden Mehrfamilienhäuser werden laut Junker als „Frankfurter-Aktivhaus“, das ähnlich dem Passivhaus sei, mit Fernwärmeanschluss errichtet. Um die Wohnungen vor Lärm der nahen Bahngleise zu schützen, sollen vor die Fassade zusätzlich sogenannte gläserne Prallscheiben montiert werden. „Damit wird sichergestellt, dass die Bewohner hier auch bei geöffnetem Fenster gut schlafen können“, sagt der ABG-Chef. Im Erdgeschoss der beiden Gebäude ist auf 850 Quadratmetern eine Kita für vier Gruppen geplant.

Es ist nicht das einzige Objekt, das auf dem Grundstück an der Gref-Völsing-Straße entsteht. Baum Immobilien möchte neben dem ABG-Projekt einen Solitär errichten, in dem 35 Mietwohnungen mit insgesamt 2300 Quadratmeter Wohnfläche entstehen, sagt Projektentwickler Max Baum.

Südlich, unmittelbar an der Ferdinand-Happ-Straße, wird zudem der Münchner Projektentwickler Isaria Wohnbau ab Mai/Juni bauen. Bislang liege nur eine Teilbaugenehmigung vor, sagt Projektleiter Maik Seifert. Insgesamt 208 Eigentumswohnungen sind in zwei Häusern und einem 17-stöckigen Wohnhochhaus geplant, das Ende 2021 fertiggestellt werden soll. Die Preise für die Appartements beginnen bei knapp 8000 Euro pro Quadratmeter.

Auf der anderen Seite der Ferdinand-Happ-Straße plant die ABG ein weiteres Projekt. Auf dem ehemaligen Mercedes-Areal will die städtische Wohnungsbaugesellschaft weitere 121 geförderte Wohnungen und eine zusätzliche Kindertagesstätte bauen. Der Bauantrag ist laut Junker bereits gestellt. Er rechnet mit einem Baustart im kommenden September. Mit diesem und dem Schwedler Carré II investiere die ABG rund 60 Millionen Euro.

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