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Wohnen am Bahndamm im Ostend

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Von: Boris Schlepper

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Im Erdgeschoss gibt es eine Kita mit zwei Außengeländen.
Im Erdgeschoss gibt es eine Kita mit zwei Außengeländen. © christoph boeckheler*

Die ABG hat zwei Mehrfamilienhäuser mit 81 geförderten Wohnungen an der Gref-Völsing-Straße errichten lassen. Im Erdgeschoss ist ein Kinderzentrum untergebracht.

Auf dem ehemaligen Areal des Güterbahnhofs hat die ABG Frankfurt Holding ein Bauvorhaben mit 81 ausschließlich geförderten Mietwohnungen und einer Kindertagesstätte abgeschlossen. Projektentwickler Max Baum hat die beiden Gebäude auf dem „Schwedler-Carré II“ an der Gref-Völsing-Straße schlüsselfertig erstellt. Am Dienstag präsentierten Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), ABG-Chef Frank Junker und Max Baum das Projekt.

47 Wohnungen im ersten Förderweg gibt es in den bis zu siebengeschossigen Gebäuden zwischen Ferdinand-Happ-Straße und Bahndamm. Sie werden für 5,50 bis 6,50 Euro pro Quadratmeter vermietet. Weitere 34 sind im sogenannten Frankfurter Mittelstandsprogramm entstanden, mit Mieten von 8,50 bis 10,50 Euro pro Quadratmeter.

Beide Gebäude sind nach dem „Frankfurter-Aktivhaus“-Standard errichtet worden – ähnlich dem Passivhaus. Um die Wohnungen vor Lärm der angrenzenden Gleise zu schützen, sind vor die Fassaden Prallscheiben montiert worden, so Junker. Stoßdämpfer sollen die Erschütterungen aufnehmen.

Verbunden werden die beiden Mehrfamilienhäuser über ein 850 Quadratmeter großes Kinderzentrum im Erdgeschoss. Betrieben wird die Kita, die Platz für vier Gruppen bietet, seit Anfang Juli vom städtischen Eigenbetrieb Kita Frankfurt. Unter dem Gebäude gibt es eine Tiefgarage für 45 Autos.

Feldmann, der auch beim Baustart Anfang 2020 zugegen war, begrüßte das Vorhaben. Mit den geförderten Wohnungen leiste die ABG, deren Aufsichtsratsvorsitzender er ist, einen Beitrag „für die soziale Vielfalt“ im Ostend, „indem hier auch Mieterinnen und Mieter mit kleinen und mittleren Einkommen endlich ein Zuhause finden“. In Frankfurt gebe es kaum vergleichbare Mieten. Dennoch sei die Anzahl „nur ein Tropfen auf dem heißen Stein“, weshalb für ihn die Divise „bauen, bauen, bauen“ gelte. Nach wie vor sei es daher wichtig, an dem geplanten Neubaugebieten an der A5 und dem Pfingstberg festzuhalten.

Der geförderte Wohnraum im „Schwedler-Carré II“ werde dringend benötigt, sagte Junker. Gleichzeitig trage die ABG mit der Kita auch zur nötigen Infrastruktur im Quartier bei. Es ist dort nicht ihr einziges Projekt: In unmittelbarer Nähe arbeitet die Wohnungsbaugesellschaft an einem weiteren Neubau. Auf dem ehemaligen Mercedes-Areal zwischen Ferdinand-Happ-Straße und Hanauer Landstraße entstehen rund 120 Mietwohnungen, die laut Junker zu 100 Prozent gefördert werden. Auch dort ist eine Kindertagesstätte geplant.

Für Max Baum gehören die fertiggesellten Mehrfamilienhäuser zu den letzten Projekten im ehemaligen Güterbahnhof-Areal. Vor rund 20 Jahren hat das Unternehmen mehr als vier Hektar Gelände von der Bahn gekauft. Mit dem „Schwedler-Carré“ hat Baum ein gemischtes Quartier mit Büros, Wohnungen, Einzelhandel und drei Kindergärten entwickelt. Insgesamt 724 Wohnungen sind dabei entstanden, so der Geschäftsführer

Das letzte, noch im Bau befindliche Gebäude grenzt direkt an den ABG-Bau. Dort entstehen 34 „Co-Living“-Wohnungen, die wie WGs vermietet werden.

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