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Knapp 5800 Menschen haben eine Online-Petition unterschrieben, um die Unfallstelle sicherer zu machen.
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Knapp 5800 Menschen haben eine Online-Petition unterschrieben, um die Unfallstelle sicherer zu machen.

Ostend

„Wir sind alle traumatisiert“

  • Boris Schlepper
    VonBoris Schlepper
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Der Ortsbeirat will die Oskar-von-Miller- und die Sonnemannstraße nach einem schweren Unfall sicherer machen. Das gleiche Ziel verfolgt ein Anwohner mit einer Online-Petition.

Einen schweren Unfall wie im November an der Ecke Sonnemannstraße / Oskar-von-Miller-Straße darf es nie mehr geben. Darin waren sich in der Sitzung des Ortsbeirats 4 am Dienstagabend alle einig. Einstimmig brachte das Gremium einen gemeinsamen Antrag auf den Weg, um die Verkehrssicherheit auf dieser Strecke zu erhöhen.

Am 21. November hatte ein SUV-Fahrer die Kontrolle über sein Auto verloren und kam von der Fahrbahn ab. Er kollidierte mit zwei Passanten und einem Radfahrer. Während eine Frau mit schweren Verletzungen überlebte, erlagen der Radfahrer und ein Passant ihren Verletzungen.

Einstimmig votierte der Ortsbeirat dafür, auf der Sonnemannstraße Blitzer zu montieren. Hier Sabine Rosenthal von der SPD.

Unmittelbar nach dem Unfall hatte Anwohner Florian Droht eine Online-Petition gestartet, die inzwischen fast 5800 Personen unterschrieben haben. Darin fordert er Tempo 30 auf der Oskar-von-Miller- und der Sonnemannstraße sowie Blitzer. In Begleitung eines Kamerateams des HR war Droht in der Sitzung. Seine Frau habe den Unfall damals live verfolgt, berichtete er. Sie habe gesehen, wie der Fahrradfahrer nach dem Zusammenstoß durch die Luft geschleudert worden sei. „Wir sind alle traumatisiert.“

Mit der Petition renne er im Ortsbeirat offene Türen ein, sagte CDU-Chef Bodo Pfaff-Greifenhagen. Diese gehe in die gleiche Richtung wie der Antrag von SPD, Grünen, CDU, FDP, Die Frankfurter und Ökolinx. Darin fordert das Gremium stationäre Blitzer auf der Sonnemannstraße in Höhe der VHS in beide Richtungen. Weitere Kameras soll es an der Einmündung der Howaldstraße geben. Zusätzlich fordert der Ortsbeirat auf Sonnemann- und Oskar-von-Miller-Straße tagsüber Tempo 40, von 22 bis 6 Uhr soll Tempo 30 gelten. Das Stadtteilgremium werde „alles dafür tun“, dass die Forderungen umgesetzt werden, so Pfaff-Greiffenhagen. Auch nach der Wahl.

Online-Petition

Die Online-Petition findet sich unter https://www.change.org/p/magistrat-der-stadt-frankfurt-dezernat-vi-verkehr-tempo-30-auf-oskar-von-miller-sonnemannstraße-jetzt

Der Unfall habe gezeigt, dass etwas getan werden muss, sagte SPD-Chef Darius Shafiei. „Wenn nicht da, weiß ich nicht wo.“ Die Blitzer seien der richtige Schritt, sagte Volker Marx (Linke). Sollten diese nicht ausreichen, seien bauliche Veränderungen der Straße nötig.

Das Ostend sei bekannt dafür, dass sich dort Raser träfen, so Pfaff-Greiffenhagen, „das muss von der Polizei kontrolliert werden“. Menschen, die wie der SUV-Fahrer aufs Gas drückten, machten dies „aus niedrigen Beweggründen. Das muss sich in den Strafen widerspiegeln.“ Der Ortsbeirat müsse die Infrastruktur dafür schaffen, dass es Rasern schwergemacht werde. Völlig ausschließen lasse es sich nicht.

Als ein Phänomen bezeichnete es der Sprecher der Grünen, Martin Ried, dass die Raser von den Autobahnen in die Innenstadt auswichen. Diese würden „mutwillig“ Gas geben, bis es im schlimmsten Fall zum Unfall komme. Deshalb reiche es nicht aus, nur Schilder aufzustellen. Nötig seien viel mehr permanente Überwachungskameras, stadteinwärts und -auswärts.

Für mehr Sicherheit im Ostend sprechen sich auch die Uhlandschule und mehrere Kitas aus, sagte die Kinderbeauftragte Daniela Wehrstein. Diese hätten ein Schreiben mit ähnlichen Forderungen, wie sie der Ortsbeirat macht, an die Stadt geschickt.

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