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Grünflächenamt errichtet Sichtzaun.

Nilgänse

Problem-Gänse werden jetzt in Frankfurt „gemanagt“

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Der Umweltausschuss der Stadtverordneten informiert sich über „Gänsemanagement“ im Ostpark.

Der neue Sichtschutz im Ostpark steht, jetzt sind alle gespannt, ob er die Gänse angemessen abschreckt. Grundlagen des Frankfurter „Gänsemanagements“ erfuhren die Stadtverordneten jedenfalls am Donnerstagabend im Umweltausschuss der Stadtverordnetenversammlung.

„Nilgänse sind kein Naturschutz-Problem, sondern ein subjektives Problem der Menschen vor allem in urbanen Bereichen“, betonte Dagmar Stiefel, die Leiterin der Staatlichen Vogelschutzwarte. Sie ist im wahrsten Sinne federführend bei der Suche nach einem Konzept für den Umgang mit den zugewanderten Gänsen. Wobei sich herumgesprochen hat, dass die Nilgänse keineswegs die Mehrzahl der Großvögel stellen, die vor allem wegen ihres Kots in Parks und Schwimmbädern nicht sehr beliebt sind. Die Zahlen aus dem Ostpark zeigen, dass Graugans (neun) und Kanadagans (fünf bis sechs) im vorigen Jahr mehr Brutpaare stellten, wenngleich die Nilgans (drei bis vier) dabei prozentual mehr Erfolg hatte: Sie brachte 19 Jungtiere durch, (Kanadagans: 14, Graugans: 28).

Ostpark: Besucher sollten Gänse nicht füttern

„Der Ostpark ist kein optimaler Lebensraum für Gänse“, hielt Stiefel fest. Fragt sich nur, wie man ihnen das beibringen soll. Das Frankfurter Pilotprojekt setzt auf Kooperation aller Beteiligten, besonders der Parkbesucher. Sie sollen mit viel Information, auch über die Vereine, davon abgehalten werden, Gänse zu füttern und somit anzulocken. Auf der Maßnahmenliste stehen außerdem „tiersichere“ Mülleimer sowie Gelegemanagement, also der Tausch der Gänseeier gegen Attrappen aus Gips, wie es seit Jahren in den Frankfurter Taubenhäusern mit Erfolg praktiziert wird. An schwimmende Ketten auf der Wasserfläche denken die Fachleute, und an Schilfbarrieren, auch dies zur Sichtbehinderung, damit die Vögel nicht sicher sein können, ob der Fuchs lauert. Die Hecken am Ostparkweiher sind übrigens noch nicht fertig gepflanzt. Das soll in der 14. Kalenderwoche geschehen, berichtete Bernd Roser vom Grünflächenamt.

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