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Die Helmholtzschüler zeigen sich motiviert.

Auszeichnung

Schulen in Frankfurt für ihr Engagement beim Klimaschutz gewürdigt

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Bildungsdezernentin Sylvia Weber ehrt Schulen für ihr Engagement beim Klimaschutz. 

„Das ist eine großartige Leistung“, sagt Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) anlässlich der Ehrung von 107 Frankfurter Schulen für deren Engagement für den Klimaschutz. In der Aula der Helmholtzschule spricht sie den beteiligten Schülern und Lehrern ihren Dank aus.

Im Rahmen des Projekts „Erfolgsbeteiligung für nutzerbedingtes Energie- und Wassersparen“ wurden in den Frankfurter Schulen im Jahr 2017 die CO2-Emissionen um 3740 Tonnen reduziert. Energie- und Wasserkosten in Höhe von 1,1 Millionen Euro konnten dadurch eingespart werden. „Das entspricht in etwa dem Jahresverbrauch von 600 Familienhaushalten“, berichtet Weber, um die Dimensionen zu verdeutlichen.

Bereits seit 21 Jahren führt der Verein „Umweltlernen in Frankfurt“ im Auftrag des Stadtschulamtes und in Kooperation mit dem Amt für Bau und Immobilien das Projekt durch. Ziel ist, zusammen mit den beteiligten Schulen einen eigenen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Dafür entwickeln Schüler, Lehrer und Schulhausverwalter in sogenannten Energieteams an ihren jeweiligen Schulen Ideen zur Reduzierung des Energieverbrauchs und setzen sie gemeinsam um. Zum Beispiel installieren sie Bewegungsmelder statt Lichtschaltern. So schalten sich die Lampen an, wenn jemand kommt und von alleine wieder aus. Mehr Nachdenken müssen die Schüler beim Thema bewusstem Umgang mit Ressourcen. Müssen gar ihr Verhalten überdenken und anpassen.

Dadurch bessert sich sowohl im technischen als auch im pädagogischen Bereich die Energiebilanz der Schulen. Im Gegenzug werden die im Energiebereich aktiven Schulen an den finanziellen Einsparungen beteiligt.

In seiner Rede betont Michael Simon, Leiter des Amts für Bau und Immobilien, zwei wichtige Faktoren für die nachhaltige Reduzierung des Energieverbrauchs in Schulen. Zum einen benötige es eine Schulgemeinde, „die bei der Nutzung unserer Gebäude sensibel für den Energieverbrauch und die damit verbundenen globalen Auswirkungen ist“. Darüber hinaus verweist er ebenfalls auf die Notwendigkeit des entsprechenden Personals. „Denn wir brauchen auch weiterhin motivierte Schulhausverwalter, die in der Bedienung der technischen Anlagen gut geschult sind.“

Während sich viele ihrer Mitschüler anlässlich der internationalen Großdemonstration Fridays for Future bereits in der Innenstadt aufhalten, nehmen einige Schüler der Frankeschule, der IGS Nord und der Helmholtzschule die Glückwünsche der Bildungsdezernentin entgegen.

„Klimaschutz ist ein globales Anliegen, zu dem wir aber hier in unserer Stadt einen Beitrag leisten können“, lobt Weber die Energiesparleistungen der Schulen. „Es ist gut, dass Jugendliche und junge Erwachsene für ihre Zukunft demonstrieren und gleichzeitig an ihren Schulen für den Klimaschutz handeln“, so Weber weiter.

Auch Lasse Volquardsen von der IGS-Nord freut sich, dass seine Schule so aktiv beim Thema Klimaschutz dabei ist. Doch auch wenn seine Schule schon jetzt viel Engagement zeige, „sollte die heutige Ehrung uns dennoch motivieren zukünftig sogar noch mehr Energie einzusparen“, so der Zehntklässler abschließend.

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