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So könnte sie mal aussehen.

Ostend

Ob Schwedlerbrücke im Frankfurter Ostend 2022 öffnet, ist ungewiss

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Die Planungen ziehen sich weiter hin.  Ortsvorsteher Hermann Steib ist sauer.

Über die neueste Nachricht der Stadt zur Schwedlerbrücke kann sich der Vorsteher des Ortsbeirats 4, Hermann Steib (Grüne), gar nicht so richtig freuen. Die berichtete gerade, dass das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) der Bürogemeinschaft von Christoph Mäckler Architekten und Bollinger + Grohmann Ingenieure den Planungsauftrag erteilt, die Brückenentwürfe weiter auszuarbeiten. Die Arbeitsgemeinschaft hatte bei einem offenen Wettbewerb 2016 bereits einen für die Stadt überzeugenden Entwurf als Antwort vorgelegt.

Das rund 245 Meter lange denkmalgeschützte Bauwerk ist seit 2011 gesperrt. Der bauliche Zustand der Brücke, die während des Baus des Osthafens im Jahr 1910 entstand und das Wohngebiet am Ostpark mit der Hanauer Landstraße verbindet, war zu schlecht. „Es ist ärgerlich und grotesk“, beschwert sich Steib über die lange Sperrung der Brücke. Der Ortsbeirat hatte in diversen Anträgen versucht bei der Stadt nachzufragen und zu beschleunigen. Ohne Erfolg. Steib erinnert an die großen Umwege, die die Bewohner in Kauf nehmen müssen, um etwa zu Geschäften zu gelangen. Es sei verständlich, dass eine Brücke, die marode ist, restauriert werden müsse, aber dass es nun so lange dauert, kann er nicht nachvollziehen.

Die Eröffnung der Brücke war zuletzt für 2022 geplant. „Inwieweit das noch haltbar ist, wird sich in den nächsten Wochen zeigen“, sagt Michaela Kraft, Leiterin des ASE der Frankfurter Rundschau. Erstmal sei man am Planen. Der Auftragsvergabe gingen lange Vertragsverhandlungen und voraus. In diesem und im kommenden Jahr wird die Bürogemeinschaft das Bestandsbauwerk weiter untersuchen und in Abstimmung mit der Stadt festlegen, welche Teile erhalten bleiben und welche erneuert werden.

Steib befürchtet, dass es durch die Bahn zu weiteren Verzögerungen kommen könnte. Denn diese müsse ja die Strecke sperren, wenn die Brücke hinübergehoben werde. Und um die Fahrpläne zu takten brauche sie rund zwei Jahre Vorlaufzeit.

Bereits im Oktober 2016 habe das Amt den historischen, denkmalgeschützten Brückenbogen ausgehoben, sagt Kraft. „Auch wenn seitdem nichts sichtbar war, liefen im Hintergrund die Vorbereitungen für die Sanierung immer weiter.“ Jetzt haben wir die historische Bausubstanz geprüft und sehen klarer, was den Umfang der Arbeiten betrifft. Wichtig sei, den filigranen Charakter zu erhalten,

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