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Paul-Arnsberg-Platz wird klimafreundlich umgestaltet

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Von: Boris Schlepper

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Der Paul-Arnsberg-Platz im Ostend soll entsiegelt und grüner werden.
Der Paul-Arnsberg-Platz im Ostend soll entsiegelt und grüner werden. © Michael Schick

Lange wurde diskutiert, jetzt ist es endlich soweit. Der Paul-Arnsberg-Platz gegenüber der Europäischen Zentralbank wird entsiegelt und mit Bäumen, Gräsern und Stauden bepflanzt. Die Arbeiten zur Neugestaltung beginnen am 12. September und sollen ein Jahr lang dauern.

Fast genau 17 Jahre nach seiner Eröffnung werden am Paul-Arnsberg-Platz wieder Baumaschinen zu hören sein. Am Montag, 12. September, beginnen die Arbeiten für die Neugestaltung des dreieckigen Areals gegenüber der Europäischen Zentralbank. Innerhalb eines Jahres will die Stadt die derzeit eher triste Fläche grüner und somit lebenswerter machen. 1,39 Millionen Euro werden dafür aus dem städtischen Programm „Begrünung von Straßen und Plätzen“ bereitgestellt.

„Mit dem Paul-Arnsberg-Platz bauen wir den ersten von vielen stark versiegelten Plätzen in der Stadt im Sinne einer klimaangepassten Platzgestaltung um“, sagt Klima- und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne). „Nach diesem wiederholt heißen und trockenen Sommer setzen wir hier ein Zeichen, dass Klimaanpassung nicht nur bei Neubauvorhaben, sondern auch bei Nachverdichtung im Bestand möglich und dringend notwendig ist“.

Das Areal an der Sonnemannstraße war ursprünglich für einen Wochenmarkt konzipiert worden, der jedoch nach nicht einmal einem Jahr wieder wegen mangelnder Nachfrage schließen musste. Seitdem klagen Anwohnende und der Ortsbeirat 4, dass die karge Fläche in den Sommermonaten zu heiß wird und die Aufenthaltsqualität zu wünschen lässt.

Das soll sich jetzt ändern. In den kommenden zwölf Monaten soll etwa die Hälfte des Platzes entsiegelt und begrünt werden. Geplant sei, mehrere Baumbeete anzulegen mit 30 neuen Laubbäumen. Die ursprünglich dort gepflanzten Trompetenbäume hätten sich als ungeeignet herausgestellt und seien – auch aufgrund massiver Schädigungen – bereits gefällt worden, teilt das Umweltdezernat mit. Künftig sollen auf dem Arnsberg-Platz klimaangepasste Bäume aus der Frankfurter Baumliste wachsen, wie etwa der Amberbaum und der Japanische Schnurbaum. Auch seien große Baumgruben vorgesehen, um ein gutes Wachstum zu ermöglichen und in trockenen Perioden den Zugang zu ausreichend Wasser.

Auf neu angelegten, insgesamt 500 Quadratmeter großen Beeten sollen darüber hinaus verschiedene trockenheitsrobuste Stauden und Gräser gepflanzt werden. Eine artenreiche und insektenfreundliche Blumenwiese werde auf weiteren 440 Quadratmetern ausgesät. Für zusätzlichen Schatten soll nach dem Ende des Umbaus eine berankte Pergola sorgen.

Während der Bauzeit werden der komplette Platz sowie der Gehweg entlang der Rückertstraße und die angrenzenden Parkplätze zur Baustelle und können nicht genutzt werden.

Die Planung für die klimagerechte Platzgestaltung mit verbesserter Aufenthaltsqualität startete 2017 durch die Bürgerinitiative Papi des Vereins L(i)ebenswertes Ostend. Über die BI entstand sogar ein VHS-Kurs unter fachlicher Begleitung des Grünflächenamtes. Die Ergebnisse flossen in den weiteren Planungsprozess ein. Das Ergebnis war Ende 2020 im Ortsbeirat 4 vorgestellt worden. Damals hieß es, die Bauarbeiten könnten ein Jahr später beginnen.

Erste Ideen, wie die Betonlandschaft aufgewertet werden kann, sammelte der Arbeitskreis Lokale Agenda 21 Ostend bereits im Jahr 2007. Ursprünglich hatte die Gruppe angeregt, den Platz komplett abzureißen und neu zu bauen.

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