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Ortsbeirat kritisiert Ampelphasen auf der Hanauer Landstraße

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Von: Dennis Pfeifer-Goldmann

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Der Schulweg der Uhlandschülerinnen und -schüler führt über die die Hanauer Landstraße zwischen Grüne Straße und Uhlandschule.
Der Schulweg der Uhlandschülerinnen und -schüler führt über die die Hanauer Landstraße zwischen Grüne Straße und Uhlandschule. © Monika Müller

An der Straßenbahnhaltestelle „Ostendstraße“ müssen Fußgängerinnen und Fußgänger jetzt wesentlich länger warten. Die Stadt hat die Ampelschaltung geändert. Das führt zu gefährlichen Situationen, besonders für Kinder der nahegelegenen Uhlandschule.

Verschlechterungen für Fußgängerinnen und Fußgänger in der Hanauer Landstraße im Ostend will sich der Ortsbeirat 4 (Ostend, Bornheim) annehmen. Nachdem die Ampelschaltung an der Straßenbahnhaltestelle „Ostendstraße“ geändert wurde, müssen Fußgänger:innen dort wesentlich länger auf eine Grünphase warten. Das führt auch zu gefährlichen Situationen.

Bis vor etwa anderthalb Jahren sei die Situation an den Überwegen beidseits der Haltestelle unproblematisch gewesen, erklärte Anwohner Arno Lötsch in der jüngsten Bürgerfragestunde des Ortsbeirats. Dann aber seien die Ampeln anders geschaltet worden: „So, dass man nicht mehr durchgehend rüberkommt.“

Bis zu drei Mal müssten Fußgänger:innen eine Minute warten, bis sie die zwei Richtungsfahrbahnen sowie die Straßenbahngleise dazwischen queren könnten. „Jetzt staut es sich“, zwar auf den Mittelinseln, berichtete Lötsch. Die aber seien viel zu klein für die Menge an Menschen, besonders zu Schulbeginn und -schluss der nahe gelegenen Uhlandschule. Einige Menschen akzeptierten das dreifache Warten nicht und gingen bei Rot rüber, berichtete der Anwohner.

Uhlandschule macht Druck

Kinderbeauftragte Daniela Wehrstein stimmte dem zu. Die Lage sei „wirklich schwierig, aktuell besonders wegen der vielen Baustellen, viele Kinder queren dort“.

Verschärft werde die Lage durch Radfahrer:innen auf den Übergängen, erklärte Arno Lötsch. „Das dürfen sie nicht“, erinnerte CDU-Fraktionschef Bodo Pfaff-Greiffenhagen. SPD-Ortsbeiratsmitglied Volker Wolf zeigte Verständnis für die Radfahrer:innen. Denn auf dem langen Stück der Hanauer Landstraße zwischen Ernst-Achilles-Platz und dem Anlagenring gebe es keine einzige Querungsmöglichkeit für Radfahrer:innen. Das Stadtteilgremium habe bereits eine Querung von der Stadt gefordert, erinnerte Wolf. „Das ist abschlägig beschieden worden.“ Es sei wegen der Tram-Trasse nicht möglich.

Laut Kinderbeauftragte Wehrstein hat die Stadt erklärt, dass eine „Rhythmisierung“ der Ampelphasen an der Kreuzung mit der Grüne Straße und der Uhlandstraße nicht möglich sei, da die Anlage zu alt sei. Pfaff-Greiffenhagen forderte: „Dann muss halt eine neue Ampel her.“

Das muss vielleicht nicht sein. Inzwischen habe die Stadt auf Drängen der Uhlandschule angekündigt, sie wolle zumindest zu den Schulwegzeiten „doch noch einmal die Rhythmisierung angehen“, berichtete Daniela Wehrstein. Es gebe ja Forderungen, Anträge und viele Vorschläge, bloß: „Es tut sich halt nichts.“

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