Hessische Speisen und Getränke will Waschbüsch ihren Gästen servieren.
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Hessische Speisen und Getränke will Waschbüsch ihren Gästen servieren.

Ostend

Neue Wirtin am Schwedlersee

  • vonSabine Schramek
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Katharina Waschbüsch hat das Lokal des Ersten Frankfurter Schwimmclubs im Osthafen übernommen. Mitte August will sie es eröffnen.

Katharina Waschbüsch ist ein Energiebündel voller guter Laune und schneeweißem Lächeln, auch wenn sie kaum zum Schlafen kommt. Corona zum Trotz werkelt sie seit März an der schwimmenden Holzterrasse am Schwedlersee, damit sie ab Freitag, 14. August, hessische Speisen und Getränke auf den Holzplanken servieren kann.

„Bürgerliche Küche mit modernem Touch in wunderbaren Farben“ verspricht die Gastronomin, die nach zwei Jahren Elternzeit wieder neu durchstartet. Davor hat sie in einer Großgastronomie in Hanau gearbeitet und regelmäßig Tanzveranstaltungen beim Sparta Schwimmclub organisiert. „Diese Location direkt am Wasser ist der schönste Ort für Gastronomie, den ich mir vorstellen kann“, sagt Waschbüsch und blickt über das weiße Holzgeländer auf das Wasser.

Ein Graureiher fliegt über die planschenden Kinder im 24 Grad warmen grünen Wasser. Er landet im Schilfufer, das den 9500 Quadratmeter großen See umsäumen. Idylle pur inmitten des Gewerbegebietes. Seit 100 Jahren gehört der Schwedlersee als Vereinsbad dem Ersten Frankfurter Schwimmclub von 1891.

„Momentan ist hier das Jugendcamp des Vereins“, sagt der Vorsitzende Michael Ulmer. „Mit strikten Corona-Auflagen und deshalb in diesem Jahr mit 20 statt 40 Kindern pro Woche, die sich von 8 bis 16.30 Uhr tummeln. Im See baden dürfen nur Vereinsmitglieder.“ Den Blick auf ihn genießen, dürfen alle in der Gastronomie.

In den vergangenen fünf Monaten wurde das historische Bootshaus komplett renoviert. Neue Stützen wurden im Wasser gesetzt, die Wasserleitungen und die Elektrik ausgetauscht. Das Gebäude leuchtet jetzt frisch in weiß und rot, auch ein neues Podest hat der Verein gebaut. „Das Material hat zum großen Teil der Verein zur Verfügung gestellt und wir die Manpower“, sagt Waschbüsch. „Die ganze Familie und Freunde sind mit dabei. Zusammen sind wir so um die 25 Leute – inklusive meines Freundes.“

Wenn sie das Lokal Mitte August öffnet, macht die Familie gemeinsam weiter. Mit einem Koch, einer Küchenhilfe und abwechselnd vier bis fünf Leuten im Service. „Lavazza- und Cocktailkurse haben die jungen Familienmitglieder schon gemacht“, erzählt sie stolz. Die Bar ist neu, die Kühlschränke, Kaffeemaschine und Zapfanlage glitzern in der Sonne. Ein Teil des Open-Air-Lokals ist überdacht, ein Teil unter freiem Himmel.

Zum Grillen, Chillen und Genießen ist ausreichend Platz. Blumenkästen mit weißen Petunien und roten Geranien fügen sich nahtlos ein. Auch exotische Pflanzen schmücken die Terrasse. „Die Bananenstaude hat mir meine Mutti aus ihrem Garten geschenkt. Sie ist mein Maskottchen“, strahlt Waschbüsch.

Ein bisschen aufgeregt sind die Pächterin und der Verpächter durchaus. „Corona hat vieles verändert und ausgebremst. Der See ist seit dem 1. Juli für Vereinsmitglieder wieder offen und wir sind froh, dass unser Hygienekonzept funktioniert“, so Ulmer. Der Verein hat im vergangenen Jahr 70 000 Euro in die Anlage rund um den See investiert. „Es war ein Kraftakt“, sagt er. Die Hauptsaison geht bis Ende September – wenn das Wetter mitspielt. Waschbüsch sieht es positiv. „Es ist so schön hier, da kann bestimmt niemand widerstehen. Zum Erholen oder zum Feiern.“

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