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Mehr Sicherheit für Radfahrende auf dem Sandweg

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Von: Boris Schlepper

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Der Sandweg soll für Menschen, die mit dem Rad unterwegs sind, sicherer werden, fordert der Ortsbeirat 4.
Der Sandweg soll für Menschen, die mit dem Rad unterwegs sind, sicherer werden, fordert der Ortsbeirat 4. © Hamerski

Der Ortsbeirat 4 fordert ein Konzept, das zur Verkehrsberuhigung führt und die Attraktivität der Straße hebt. Geplant ist, die Anliegerinnen und Anlieger in den Planungsprozess einzubinden.

Wer mit dem Fahrrad auf dem Sandweg unterwegs ist, hat es nach Ansicht der Mitglieder des Ortsbeirats 4 (Bornheim, Ostend) nicht leicht. Immer wieder kommt es dort zu gefährlichen Situationen mit dem motorisierten Verkehr, falsch parkende Autos erschwerten den Blick zusätzlich und verschärften so die Problematik weiter. Das Stadtteilgremium hat deshalb in seiner Sitzung am Montagabend mehrheitlich beschlossen, dass die Stadt die Straße umgestaltet.

Der Magistrat soll demnach ein Konzept entwickeln, das zur Verkehrsberuhigung führt, heißt es in einem Antrag der Grünen. Wichtig sei eine „grundlegende Lösung“. Die Anliegerinnen und Anlieger sollen in den Prozess eingebunden werden, denkbar seien auch Elemente der Bürgerbeteiligung, sagt Antragstellerin Marlene Riedel. „Dadurch kann die Akzeptanz gesteigert werden.“ Zusätzlich soll die Gruppe Radentscheid gehört werden.

Die Mitglieder des Ortsbeirats wollen die Gelegenheit nutzen, um nicht nur den Verkehr neu zu ordnen, „sondern auch die Attraktivität des Sandwegs insgesamt zu steigern“, heißt es in der Begründung, etwa „durch Bäume oder Straßenbegleitgrün“. Auch das soll in dem Konzept angegangen werden.

Wichtig sei es zu berücksichtigen, wie sich künftige Änderungen auf angrenzende Straßen auswirke, sagte Ulrich Labonté (SPD), „davor schützt auch eine Bürgerbeteiligung nicht“. Sie gehe davon aus, dass die Verkehrsplanung die Folgen mitdenke, erwiderte Riedel. Da es zuletzt bei der Debatte über die Umgestaltung von fahrradfreundlichen Nebenstraßen zu Zerwürfnissen gekommen sei, schlug sie den Zusatz vor, dass die Stadt die Folgen für die umliegenden Straßen benennen soll. Es könne bei Verkehrsprojekten aber nicht immer die Auswirkung auf den ganzen Stadtteil berücksichtigt werden, so Riedel, sonst lasse sich irgendwann keines mehr umsetzen.

Mit dem Antrag der Grünen begrüßte das Gremium auch zwei Vorlagen aus dem für das Nordend zuständigen Ortsbeirat 3. Da der Sandweg zur Hälfte auch im Nordend liegt, hat sich der Dreier bereits im Dezember mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass der Magistrat zusammen mit der Gruppe Radentscheid und Anliegenden den Sandweg zu einer Fahrradstraße umwandelt. Auch soll die Straße verkehrsberuhigt werden.

Keine Mehrheit fand ein Antrag der Linke im Ortsbeirat 4. Diese hatte angeregt, Fahrradspuren in beide Fahrtrichtungen auf dem Sandweg einzurichten. Dafür müsste das Schrägparken zugunsten von Längsparken aufgegeben werden, erklärt Pearl Hahn (Linke). Dass es dann „ein paar Parkplätze weniger“ gebe, sei zu verschmerzen. Dafür könne der Vorschlag ohne eine Verdrängung in angrenzende Straßen umgesetzt werden.

Peter Paul Thoma (FDP) begrüßte den Linken-Antrag. Dieser sei konkret und realistischer als der Grünen-Vorlage. Er habe kein Problem, wenn es auf dem Sandweg künftig weniger Parkplätze gebe. Das sieht Rachid Boumart (Volt) anders. Werde die Idee der Linke umgesetzt, gingen zwei Drittel der Parkplätze verloren. Das sei zu viel für das dicht besiedelte Quartier.

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